Montag, 8. Juni 2015

Elias und Laia - Die Herrschaft der Masken

Elias und Laia - Die Herrschaft der Masken
Sabaa Tahir

Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.
Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ...
 
Und etwas das mir sehr am Herzen liegt: Klick
Würde mich wirklich freuen, wenn ihr euch dazu noch das Interview durchlest!

Okay, kommen wir jetzt zum eigentlichen Teil: Das Buch ist WOW, auch wenn der Protagonistin Laia etwas mehr Selbstvertrauen nicht geschadet hätte...
Aber gut, das kann man verzeihen, wenn man bedenkt was sie schon so alles miterlebt hat. Und um so faszinierender ist es zu lesen, wie Laia um ihren Bruder kämpft und sich dabei mit dem Widerstand, einer grauenvollen Kommandantin und perversen Meuchelmördern in den Weg stellt!

Bevor ich das Buch gelesen habe, las ich das Interview mit Sabaa Tahir (ist oben verlinkt), um anschließend die Parallelen zwischen der realen Welt und der fiktiven Welt von Elias und Laia - Die Herrschaft der Masken nachzuvollziehen zu können. Hier ein dickes Lob an die Autorin, das ist ihr großartig gelungen! Meiner Meinung nach hat sie die Wirklichkeit hervorragend in eine Geschichte verpackt und mit der Möglichkeit, das jederzeit alles im Guten endet. Einen ersten Eindruck kann man sich ja durch die Nachrichten und das Internet machen, aber auch durch Geschichten bzw. Erfahrungen wie Malala Yousafzai sie gemacht hat und sie mit dem Rest der Welt geteilt hat.

Bei der letzten Frage des Interviews, nennt die Autorin ihre drei Wünsche, was ihr Buch bei den Lesern bewirken soll. Einen Wunsch konnte ich schon erfüllen, denn Freude hatte ich beim Lesen wirklich. Wenn ich ehrlich bin, haben mich die brutalen Szenen nicht wirklich eingeschüchtert oder so, nein, viel mehr haben sie mich dazu animiert weiterzulesen, weil im Endeffekt es so klar war, dass die beiden Protagonisten überleben würden... Gegen Mitte bis Ende war die Handlung so konzipiert, dass die Protagonisten einfach nicht sterben konnten, sonst wäre die Handlung abgerissen, unvollständig, der rote Faden wäre verloren! Es war also nur eine Frage der Bewerkstelligung wie Elias und Laia überleben würden, vor allem bei diesem Dilemma der vierten Prüfung... Hier konnte Elias nur so handeln wie er es getan hat, alles andere wäre seinem Verhalten einfach nicht entsprechend. (Wobei hier zu bemerken ist, dass er aus seiner Sicht viel unsicherer wirkt, als aus Laias Sicht.)
Was Sabaa Tahirs zweiten Wunsch angeht, ich hatte einen größeren Denkanstoß bei Malala als bei diesem Buch. Was vielleicht daran liegt, das Malalas Biographie mehr der Realität entspricht und Elias und Laia zwar versucht die Realität einzufangen und wiederzugeben, aber dennoch fiktiv bleibt und immer die Möglichkeit hat gut zu enden.
Der erste Wunsch ist so eine Sache, da weiß ich nicht wie ich zu stehen soll. Klar, Hoffnung, Tapferkeit und Mut sind schon was feines, aber auch abhängig davon, was die Lebensumstände betrifft. Ich habe eine heile Familie, mir steht die Welt offen und es liegt nur an mir, wie ich das Ganze anpacke. Rein theoretisch könnte ich all das schaffen was ich mir vornehme, es liegt ja auch letztendlich nur an mir, ob ich es durchziehe oder nicht. Aber es gibt auch Menschen deren Realität härter ist als die von Laia oder Elias, die brauchen erst die nötige Kraft um mutig und tapfer zu sein. Aber Hoffnung sollte man nie begraben, denn man hat immer eine Wahl! Nur sind meistens die Möglichkeiten einer Wahl nicht besonders toll... (Dilemma lässt grüßen)

Was ansonsten das Buch betrifft, ich hatte wirklich hohe Erwartungen und die sind auch größtenteils erfüllt. Ich habe mir nur vorgestellt, dass das Buch mich ein bisschen mehr mitreißen würde, aber so bin ich auch sehr beeindruckt und von dem Potenzial dieser Geschichte überzeugt. Ich finde zwar nicht, dass das Setting ans alte Rom erinnert, gut vielleicht ein bisschen, aber meistens hatte ich dann doch das Morgenland vor Augen. Auch denke ich, dass das Buch keine Dystopie sondern eher eine Abwandlung, eine Alternative zur Realität bildet.

Fazit:
Vom Potenzial überzeugt und beeindruckt ins Regal zurück gestellt. Ich hoffe ich konnte meine Meinung deutlich machen und noch mehr Leser dazu animieren dieses Buch zu lesen! Diese wunderschöne Geschichte bekommt demnach natürlich fünf von fünf Sternen!
Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und noch nebenbei: das Cover der englischen Ausgabe ist viel schöner als das der deutschen Ausgabe! Klick


Hier geht's zu Sabaa Tahir und hier geht's zum Buch.


Liebe Grüße,
Isana

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