Mittwoch, 15. Juli 2015

Projekttage/Tag 1

Thema: Schreibwerkstatt

1. Aufgabe: Sinneseindrücke in Worte fassen

Angst
Der Kies unter meinen Füßen knirschte bei jedem Schritt den ich tat. Im Mondschein warfen die Tannen verzerrte und monströse Schatten auf den Friedhof, die mich an Gespenster, Monster und Hexen aus Kinderbüchern erinnerten. Ich hörte ein Rascheln im Gestrüpp, ein Knacksen im Unterholz. Ängstlich sah ich mich um und ließ das Licht der Taschenlampe über den Friedhof wandern. Noch mehr Schatten in dieser Finsternis die, wie die bösen Albtraumgestalten aus meinen Träumen, nach mir griffen. - Ich verstärkte meinen Griff um die Taschenlampe und begann unsicher ein Lied zu summen, um die bedrückende Stille zu vertreiben. - Ich tat wieder einen Schritt, der in meinen Ohren viel zu laut klang. - Der Wind raschelte in den Zweigen und fuhr durch mein Haar. Er schien mir eine Warnung zu zuflüstern. Lauernd, auf etwas das ich nur erahnen konnte, nahm ich erneut meine Umgebung unter Augenschein. Diese Stille schien den trügerischen Anblick der sich mir bot, zu unterstreichen. Es kam mir vor, als ob die Zeit stehen geblieben wäre.


2. Aufgabe: Schreib den folgenden Textausschnitt ab und setze ihn fort. Versuch dabei vor allem körperliche Empfindungen und Reaktionen deutlich zu machen. Die eigentliche Handlung sollte möglichst nicht bzw. kaum fortgesetzt werden. Wichtiger sind die Gefühle der Person!

Panik:
Hier ist nichts zu finden, dachte ich bei mir und wollte mich gerade umdrehen und diese kalten, feuchten Gewölbe verlassen, als ich plötzlich einen heißen Atem im Nacken spürte. Etwas Kaltes legte sich im selben Moment auf meine Kehle. Ich spürte wie Panik mich erfasste und mir der Schweiß ausbrach. - Er war hier. - Ich erstarrte und für einen Augenblick schien die Zeit still zu stehen. Dann begann ich unkontrolliert zu zittern und ich merkte wie mir die Kontrolle über mein Denken und meinen Körper entglitt. Einzig der Wunsch an die Flucht, bemächtigte sich meiner. Doch ich konnte mich vor Angst nicht rühren, nicht einmal den Finger krümmen, geschweige denn auch nur einen Schritt tun.
Ich spürte wie der eisige Griff sich um meine Kehle verstärkte. Nur langsam sickerte die Erkenntnis zu mir durch, dass mir die Luft weg blieb und ich gerade erstickte. - Mein Herz, das ohnehin schon heftig klopfte, begann zu rasen. Ich versuchte zu schreien, doch meiner Kehle entrang nur ein undeutliches Gurgeln. Meine Glieder verkrampften sich und ich keuchte vor Schmerz auf. Ich bekam  Luft. Endlich hatte ich die Möglichkeit meiner Furcht Ausdruck zu verleihen. Ich schrie. Ich packte in diesen Schrei all meine Angst und mein Entsetzen. Der Griff lockerte sich unerwartet und mit weit aufgerissenen Augen stolperte ich nach vorne. Meine Knie fühlten sich wie Wackelpudding an, ich konnte mich kaum aufrecht halten. Ich taumelte, suchte meine Umgebung nach Halt ab, fand jedoch keinen. Ich spürte wie Hände mich packten und er mich zu sich umdrehte. Ich verkrampfte mich, spürte wie mir ein weiterer Schrei im Hals stecken blieb und mir  schwindelig wurde vor Angst. Dann sah ich ihm direkt in die Augen...

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