Montag, 21. September 2015

Für alle Tage die noch kommen

Für alle Tage die noch kommen
Teresa Driscoll


Wie sage ich meinem Kind, dass ich sterben muss? Gar nicht, beschließt Eleanor, als sie von ihrer Brustkrebserkrankung erfährt. Ihre achtjährige Tochter Melissa soll so lange wie möglich eine unbeschwerte Kindheit haben. Stattdessen sammelt Eleanor Gedanken, Erinnerungen und gemeinsame Erlebnisse in einem Buch, das sie bei ihrem Anwalt hinterlegt. Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter ohne Abschied geht? Auch siebzehn Jahre danach fühlt Melissa sich unvollständig. Gerade hat sie den Heiratsantrag ihres Freundes Sam abgelehnt, den sie doch innig liebt. Da bekommt sie ein kleines Buch zugestellt – ein Buch, aus dem noch einmal ihre Mutter zu ihr spricht. Es ist voller Rezepte, für die Küche und fürs Leben. Und voller Liebe. Melissa beginnt zu verstehen, was Eleanor für sie getan hat. Sie erkennt, wie sehr sie geliebt wurde. Und sie weiß jetzt, dass sie es auch kann: der Liebe vertrauen.

Dieses Buch habe ich für eine Leserunde als Leseexemplar zugeschickt bekommen. Vor allem hat mich hier die Betonung auf die Mutter-Tochter Beziehung in der Inhaltsangabe neugierig gemacht. Und ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch erzählt vorwiegend über die Personen Melissa, Eleanor und Max, der Familie in dem Buch, die durch den Tod von Eleanor von Vorn beginnen muss. - Die Kapitel um Eleanor erzählen von der Zeit kurz vor ihrem Tod und wie sie das Buch schreibt. Die Kapitel um Max und Melissa wie sie Jahre später nach Eleanors Tod sich durchs Leben schlagen. - Einige Informationen werden wiederholt durch das Buch während Melissa liest und Eleanor wie sie das Buch gerade schreibt, wiedergegeben, was mich aber nicht im Geringsten gestört hat. Dafür eher das Melissa und Sam sich in ihrer Beziehung eine sehr lange Zeit nur im Kreis gedreht haben, da sie die Probleme und Missverständnisse vor sich her geschoben und nicht wirklich richtig miteinander gesprochen haben.

Das Buch ist zwar traurig, allerdings, hier muss ich ehrlich sein, ich habe bis jetzt nur bei einem einzigen Buch jemals geweint und das ist nicht dieses ;-) Trotzdem ist es stellenweise sehr berührend und regt zum Nachdenken an. Teresa Driscoll hat einfach einen zauberhaften Schreibstil, der mir schon hin und wieder ein kleines Schmunzeln ins Gesicht gezaubert hat. Das Merkwürdige ist nur, es waren immer die Stellen an der jemand gestorben ist oder es einfach sehr traurig wurde. Soll ich mir jetzt Sorgen machen? Normalerweise weint man da doch oder? 0.0

Fazit:
Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, - einfach, schlicht und dennoch gut :-) Fünf von fünf Sternen! Wie sollte es auch sonst sein?!

Für alle Tage die noch kommen

LG
Isana

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