Mittwoch, 28. Oktober 2015

Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen

Flammenwüste - Der Gefährte des Drachen
Akram El - Bahay


Im Dunkel der Zeit verloren, im Sand der Wüste verborgen, von den kurzlebigen Menschen beinahe vergessen: das erste aller Worte. Durch dieses eine Wort wurde die Welt selbst erschaffen, und sein Nachhall ist noch heute der Ursprung aller Magie. Wer dieses Wort kennt, macht sich die Welt Untertan ...                   
 
Der dunkle Magier Nyan sammelt seine Verbündeten um sich, um die Völker der Wüste mit einem erbarmungslosen Krieg zu überziehen. Sein oberstes Ziel ist es, das erste aller Worte an sich zu bringen. Sollte ihm dies gelingen, wäre der Krieg für die freien Völker verloren, bevor er überhaupt begonnen hat. Und so begibt sich der Märchenerzähler Anûr mit seinem Gefährten, dem schwarzen Drachen Meno, auf die verzweifelte Jagd nach dem Wort. Verfolgt von Nyans grausamen Schergen, führt sie ihre Suche an die geheimnisvollsten Orte ihrer Welt. Doch in den Tiefen der Wüste lauern tausendundeine Gefahr ...  
 
Das ich eine große Klappe habe weiß ich und habe es auch in der Leserunde bewiesen. Dabei wäre es ziemlich ratsam, mit dem große Töne spucken aufzuhören, weil ich selbst auch Fantasy schreibe und weiß wie verdammt schwer es ist gute Fantasy zu schreiben, die fast (letztendlich wird immer einer am nörgeln sein) jeden Leser begeistert. Dennoch bleibe ich bei diesem Buch darauf bestehen, dass es meiner Meinung nach, noch einige holprigen Stellen hat.
Der Anfang war noch recht in Ordnung. Man bekommt eine kurze Einführung und das ist auch gut so, weil bei den vielen Namen kann man schon schnell die Übersicht verlieren. Das erste Negative was mir aufgefallen ist, das Meno gegenüber Anûr auf mich herablassend gewirkt hat. Zum Glück hat sich das im Laufe der Handlung erübrigt, allerdings behaupte ich nicht, dass die beiden jetzt wie die allerbesten Freunde der Welt auf mich wirken. Mir fehlt da noch viel mehr Vertrautheit und Zusammenspiel. Die Freundschaft könnte ruhig mehr betont werden.
 
Gegen Ende haben die holprigen Stellen sehr zu genommen, vieles war einfach wieder so typisch Fantasy. Und nachdem das Finale so groß in der Leserunde angekündigt wurde, habe ich ja schon ein Wenig mehr erwartet. Allgemein gehalten habe ich beim Finale viel mit den Augen gerollt und genervt geseufzt. Natürlich war das Finale gut, aber es war wieder so unnötig in die Länge gezogen. Mir hätte es eher gefallen, wenn das ganze Buch so spannend wäre wie das Finale und das Finale dann nochmal eine Nummer schärfer wäre. - Spannung ist auch so etwas, das mir das ganze Buch über schon etwas gefehlt hat. Hin und wieder war es spannend, aber diese kurzen, kleinen Spannungen flachen schnell wieder ab.
 
Was mir hingegen wieder richtig, richtig gut gefallen hat, waren Akrams Schreibstil und sein Ideenreichtum um der Story einen ordentlichen orientalischen Touch zu verleihen! Ghouna, eine Stadt aus dem Buch, ist dafür das beste Beispiel! Großartig beschrieben und ich wollte sofort Urlaub machen, obwohl ich ja nicht so der Sonnetyp bin. - Aber auch Hambar ist toll beschrieben, gewöhnungsbedürftig, aber etwas einzigartiges!
Was das Buch auch zu etwas besonderem macht, ist das es nicht im 0815-Europa/Hollywood-Land spielt, sondern im Orient. Das ist auch der Grund warum ich den ersten Band lesen wollte. Der war zwar auch ein bisschen 0815, aber so anders 0815, orientalisch halt und das finde ich klasse!
 
Fazit:
Dem Buch gebe ich vier von fünf flammenden Sternen, in der Hoffnung, dass der nächste Band mich wieder mehr beeindrucken wird und vlt. nicht so viele typische Fantasy-Makel auftreten. Leseempfehlung gibt's, weil es hier einfach ein sau gutes, orientalisches Setting gibt und Akrams Schreibstil einfach fantastisch ist! Der erste Band sollte auf jeden Fall gelesen werden und der zweite dann für alle, die die Geschichte nicht unbeendet lassen wollen und die es nach mehr dürstet. :-D
 
 
LG
Isana
 

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