Freitag, 1. Januar 2016

Kalypto - Die Herren der Wälder


Der junge und impulsive Lasnic, Angehöriger des Waldvolks, kann es nicht glauben: Ausgerechnet er wurde von der Ratsversammlung zum Waldfürsten berufen! Kurzentschlossen packt er seine Sachen und flüchtet vor der Verantwortung, ohne zu ahnen, dass er in ein viel größeres Abenteuer hineinstolpert. Denn im Verborgenen naht eine Gefahr, die alle freien Völker bedroht: Die Magier des vor Jahrtausenden untergegangenen Reichs Kalypto sind wieder erwacht – und sie schicken vier Späher aus, um das Volk zu finden, das sich am besten zur Versklavung eignet …

Tzz, also die Inhaltsangabe ist auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei. So im Nachhinein betrachtet, passiert das was die Inhaltsangabe erzählt, erst gegen Mitte/Ende des Buches. Und daher hatte ich eigentlich auch etwas anderes erwartet, aber gut. - Lauka finde ich jetzt auch gar nicht so schlimm. Ich habe da jetzt echt mehr bzw. schlimmeres erwartet. Sie war einfach noch total unreif und verwöhnt. Die Hassbeziehung zwischen ihr und ihrer Halbschwester Ayrin hat dazu natürlich auch nichts Gutes beigetragen. Und an dem ein oder anderen Problem ist Ayrin auch einfach selbst schuld, muss mal gesagt sein. Ich denke Lauka muss mich einfach so richtig übel schocken, bevor ich ihr den Krieg erkläre. Mauritz hingegen, boar, (Achtung Spoiler!) ein Glück das dieser Waschlappen schon längst tot ist! - Am Anfang fand ich ihn noch richtig toll! Aber dann ist das voll den Bach runter... Nee, er hat mich am Ende echt enttäuscht. Erst habe ich Verdacht geschöpft, so was wird das denn jetzt? Dann: Jetzt mag ich dich nicht mehr. Und dann: Und tschüss!

An sich eine sehr schöne Story. Ich mag den Schreibstil des Autors und seine Art wie er die Geschichte erzählt hat, sie war sehr eigenwillig und seine Ausdrucksweise war hin und wieder etwas abschreckend. Ich habe den Handlungsverlauf wirklich mit Neugier verfolgt und da liegt auch der Hase im Pfeffer. Dem Buch hat es, meiner Meinung nach, teilweise deutlich an Spannung gefehlt. Kapitelweise top, aber na ja, es gab Stellen die waren dann eher wie ein kleiner Bach in dem die Handlung wie das Wasser sanft vor sich hin plätschert. Ein reißender Strom wäre da packender gewesen. Aber was nicht ist kann ja noch werden.
Catolis ist bis jetzt mein Lieblingscharakter im Buch. Man lernt sie zwar noch nicht so gut kennen, aber ich finde bis jetzt hat sie einen sehr faszinierenden Charakter. Lasnic und Ayrin waren da schon eher die typischen Buchhelden bzw. typischen Protagonisten für die man so oder so ist und deren Weg durch die Handlung man neugierig verfolgt und das Gefühl hatte ich bei Catolis eben nicht. Catolis' Kapitel waren eher eine Art Bühnenstück, bei dem die Akteure auf der Bühne agieren, während ein Teil der Bühne noch vom Vorhang verdeckt wird und man hin und wieder nur einen kurzen Blick auf was dahinter ist erhaschen kann. Catolis' Kapitel vermitteln, so finde ich, viel mehr Tiefe. Bieten der ganzen Handlung viel mehr Stoff zum Plotten, werfen mehr Fragen auf und machen alles spannender. Die Kapitel von Lasnic und Ayrin sind dagegen halt schon irgendwo 0815 und gewinnen mehr an Klasse, werden spannender und interessanter, wenn sie in Kontakt mit dem Geschehen aus Catolis' Kapiteln kommen.

Fazit:
'Kalypto - Die Herren der Wälder' bekommen von mir vier von fünf kalyptischen Sternen. Auf das die Schwächen des ersten Bandes die Stärken des zweiten Bandes werden und ich fünf Sterne vergeben darf!

Kalypto - Die Herren der Wälder

LG
Isana

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