Montag, 8. Februar 2016

Die Seiten der Welt - Nachtland

Die Seiten der Welt - Nachtland
Kai Meyer


Schon seit Wochen roch Furia nach Büchern: Sie war auf dem besten Weg, eine erstklassige Bibliomantin zu werden.

Immer tiefer dringt Furia in die magische Welt der Bücher vor.
Das phantastische Reich mit seinen uralten Bibliotheken und
Geschichten wird von den tyrannischen Drei Häusern regiert.
Von einem geheimen Ort aus, dem Sanktuarium, herrschen sie über
die Geschicke aller Bibliomanten und Exlibri. Doch Furia und ihre
Gefährten leisten Widerstand. Um ihre Welt von den Unterdrückern
zu befreien, begeben sie sich auf die gefährliche Suche durch die
verborgenen Refugien nach dem Zentrum der Macht – und stoßen
auf das größte Geheimnis der Bibliomantik.


Tja (ich glaube in letzter Zeit beginne ich sehr viele Rezensionen mit 'tja'), der erste Band dieser Trilogie hatte mich ja nicht so ganz überzeugt und dieser hat es auch nur knapp geschafft. Diesmal finde ich steht die fantastische Welt Libropolis ein Wenig im Hintergrund und dafür ist mehr Action drinne, was ich mir beim ersten Band ja gewünscht hatte. Allerdings, so im Nachhinein betrachtet, gab es auch hier ein paar klein wenig zähe Stellen... Aber trotzdem hat mir der zweite Band definitiv besser gefallen als der erste, weil ich mich hier nicht zwingen musste weiterzulesen :-) Ich habe mich wirklich darüber gefreut altbekannte Gesichter wie Pip, das Schnabelbuch und Furia wiederzusehen. Vor allem auf das Schnabelbuch habe ich mich am Meisten gefreut und (Achtung Spoiler!) auch auf Severin, der zum Glück am Ende wieder auftaucht. Ihn habe ich, trotz seiner Fehler im ersten Band, lieb gewonnen :-)
Zwar haben mich die "großen Geheimnisse" im Buch über die Akademie nicht wirklich überrascht, da bei so einer intriganten und verschlagenen Organisation so was zu erwarten war, dennoch haben sie für ordentlich Spannung gesorgt! Auch habe ich nicht daran gezweifelt, dass Isis den Widerstand nicht verraten hat. Warum sollte sie auch?

Neben Libropolis, also der Stadt an sich, faszinieren mich die Seiten der Welt am Meisten. Dieses Zwischending bei einem Sprung, der Ort zwischen Ort A und Ort B. Er erinnert mich ein Wenig an das Universum, das finde ich ebenso gruselig wie faszinierend! Und besonders erstaunlich finde ich, dass es dort, in den Seiten der Welt, sogar Sauerstoff gibt! Man könnte also reintheoretisch mit genügend Proviant, ein zwei Tage auf Entdeckungstour in die Seiten der Welt gehen... Wer hat Lust?

Das mit Phaedra Herculane finde ich eigentlich ziemlich lustig, weil mich das an eine Bibelgeschichte erinnert hat (Arche Noah). Zwar ist Phaedra nicht die wirkliche Schöpferin, sondern Severin, aber man kann Gott in dieser Hinsicht mit Phaedra vergleichen. Ihrer beider Schöpfung ist aus dem Ruder gelaufen und sie wollen das Ganze wieder kitten, also zerstören sie erst alles bevor sie es wieder neu aufbauen. :-) Aber da kann ich Phaedra Herculanea echt verstehen!

Fazit:
Ich bin furchtbar gespannt wie es im dritten und finalen Band weiter geht! Hoffentlich werden Severin und Furia wieder vereint und ich hoffe auch sehr, dass ihre Beziehung noch eine zweite Chance bekommt! Ich finde die Idee mit dem Buch als Kommunikationsmittel immer noch einsame Spitze, sogar besser als Bookboards! Das mit Jim/James könnte zwar auch vielleicht noch was werden, aber ich bin da definitiv für Severin ;-)
Das Buch bekommt von mir fünf von fünf Sternen! Kai Meyer verspricht am Ende in einem Brief an den Leser ja noch Großes für den dritten Band, der schon bald (im März) erscheinen wird!

Die Seiten der Welt - Nachtland

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