Sonntag, 31. Juli 2016

Tausend Nächte aus Sand und Feuer

Tausend Nächte aus Sand und Feuer
E. K. Johnston


Lo-Melkhinn hat schon dreihundert Mädchen auf dem Gewissen, bevor er in ihr Dorf kommt, um sich eine neue Braut zu suchen. Als sie die Staubwolke am Horizont sieht, weiß sie, dass er das hübscheste Mädchen im Dorf mitnehmen wird: ihre Schwester. Aber das wird sie nicht zulassen. Stattdessen kehrt sie selbst mit dem geheimnisvollen Wüstenherrscher in seinen Palast zurück. Der Tod scheint ihr sicher, doch am nächsten Morgen ist sie immer noch am Leben. Von nun an erzählt sie Lo-Melkhinn jede Nacht eine neue Geschichte und jeden Morgen erwacht sie mit einem magischen Funken in sich, der von Tag zu Tag mächtiger wird ...

Nach 'Zorn und Morgenröte' war ich mir nicht sicher, ob ich mir jetzt ein zweites 1001 Nacht - Retelling antun muss, aber als ich dann das Leseexemplar lesen durfte, habe ich das auch gemacht und bin auch froh darüber. Denn es ist wirklich besser als 'Zorn und Morgenröte', dass ich im Nachhinein mit 3 Sternen bewerten würde...

Zu erst das Gute und Lobenswerte. In dem Buch gibt's Magie und Dämonen! Juhuuu! Endlich! Zudem ist dieses Buch sehr klassisch/historisch geschrieben. Ich habe nämlich ein paar Seiten gebraucht, um zu verstehen, dass der Vater der Protagonistin zwei Ehefrauen hat und es daher immer heißt "Mutter meines Herzens/meiner Schwester" und "die Brüder meines Herzens/meiner Schwester".  Außerdem ist der Schreibstil der Autorin wirklich angenehm, aber das war es auch schon. Besonders detailliert ist er nicht. Schade.

Und somit zu dem nicht so Guten. Die Protagonistin blieb mir fremd, was sicherlich auch am fehlenden/nicht erwähnten Namen liegt, aber nicht hauptsächlich. Ich finde, die Autorin hätte definitiv mehr auf die Gefühle ihrer Protagonistin eingehen sollen, damit man als Leser (oder ich) mehr Nähe zu ihr hätte aufbauen können. Dann hatte ich wieder zu wenig Geschichten in dem Buch, schließlich bleibt das Mädchen ja nur am Leben, weil sie 1001 Nächte lang den König durch Geschichten an der Stange hält... Die Dämonen sind zwar da, aber auch hier habe ich mir mehr gewünscht! Erwähnt habe ich ja schon, dass auch der Schreibstil hätte besser sein könnte. Zusätzlich hat das Buch leider auch einige kleine Längen, diese vielen Rückblicke sind zwar schon interessant, aber für nur 360 Seiten zu viel und zu unwichtig.

Fazit:
Daher vergebe ich vier von fünf Sternen! Ein auf jeden Fall nettes und magisches Retelling von 1001 Nacht!

Tausend Nächte aus Sand und Feuer

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