Sonntag, 30. September 2018

Herbstliebe: 5 Fragen von Katriona

1. Welche Bücher möchtest du diesen Herbst lesen?
Catwoman von Sarah J. Maas ist jetzt kein wirkliches "Herbstbuch", aber auch das steht neben City of Ghosts und Vengeful von V. E. Schwab und einem Reread diverser Tolkien-Bücher auf meiner Liste an Büchern, die ich dieses Jahr noch lesen möchte. Aber auch The Creeper Man von Dawn Kurtagich, das Katriona glaube ich sogar mal auf ihrem Blog rezensiert hat (klick), möchte ich dieses Mal um Halloween rum lesen!

2. Was magst du am Herbst am liebsten?
Das viele bunte Laub, Kastanien, Nebel der zwischen Wäldern und Tälern hängt, die Kälte, das Feuer im Kachelofen, heiße Schokolade mit Marshmallows, lange Herbstspaziergänge, meine Kuscheldecke... und ähm, Horrorfilme, weil Halloween und all dieser ganze Gruselkram passt einfach aufgrund der Atmosphäre suuuuper zum Herbst. Auch wenn ich eigentlich selten Horrorfilme schaue, dann doch eher eine neue Staffel Supernatural und die Frankfurter Buchmesse darf natürlich auch nicht fehlen!

3. Über welche herbstlichen Themen liest du am liebsten?
Ganz basically Geister- und Gruselgeschichten. Auch wenn ich für den Herbst eigentlich keine bestimmten Themen- oder Genrevorlieben habe.

4. Wo liest du im Herbst am liebsten?
Wie immer in meinem Bett! Da lese ich zu jeder Jahreszeit am liebsten. Aber wie Katriona im Herbst und im Winter dann mit Kuscheldecke, Wärmflasche und heißer Schokolade. xD

5. Welches Buch kannst du allen, die etwas Herbstliches lesen möchten, empfehlen?
The dreadful Tale of Prosper Redding von Alexandra Bracken und the Archived von Victoria Schwab passen sehr gut zu der herbstlich-gruseligen Atmosphäre!

Was für gruselige (Horror)Bücher könnt ihr mir denn empfehlen? Würde mich über ein paar Empfehlungen sehr freuen!

Hier der Tag von Katriona (Stürmische Seiten)

Dienstag, 18. September 2018

Vox

Vox
Christina Dalcher

Format: gebunden

Seiten: 400 Seiten

Preis: 20 Eur

Erscheinungsdatum: 15.08.2018

Verlag: S. Fischer Verlag

ISBN: 978-3-10-397407-2

Inhalt: In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!
Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.
Das ist der Anfang.
Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.
Aber das ist nicht das Ende.
Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.

Meine Meinung: (Vorsicht: Spoiler! Fazit ist spoilerfrei.) Christina Dalcher kreiert in ihrem Debütroman eine Welt in der durch Sexismus und Frauenfeindlichkeit Frauen jegliche Rechte und Freiheiten abgesprochen, auf ihre Fortpflanzungsorgane und häusliche Aufgaben reduziert werden und nur noch über den Ehemann oder Vater ein Mitglied der Gesellschaft sind und wahrgenommen werden. Und hinzu kommt, dass ihnen dabei auch die Möglichkeit genommen wird sich dagegen zu äußern, indem ihnen ein Limit von 100 Wörtern pro Tag gesetzt wird. Dies wird durch Stromschläge kontrolliert, die entweder bis zum Schweigen oder dem Tod und damit einhergehendem Schweigen gesteigert werden. - Aber nicht nur Frauen werden ihrer Rechte und Freiheiten beraubt, genauso beschnitten, wenn nicht sogar schlimmer, werden Homosexuelle und anders Denkende, die in Umerziehungslagern "wieder" heterosexuell werden sollen, da sie so nützlicher für diese so überaus gegenüber Marginalisierten feindlich gesinnte Gesellschaft sind.

Dienstag, 24. Juli 2018

Was ist schon normal

Spinster Girls - Was ist schon normal
Holly Bourne

Format: Broschur

Seiten: 416 Seiten

Preis: 10,95 Eur

Erscheinungsdatum: 20.07.2018

Verlag: dtv Verlag

ISBN: 978-3-423-71797-7

Inhalt: Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!
Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen?

Meine Meinung: "Was ist schon normal" ist ein Buch über Feminismus, Zwangsstörungen, Dates, Liebe und Freundschaft. - Evie, Amber und Lottie, drei verschiedene Mädchen die sich neben typischen Teenagerproblemen wie z.B. einen Boyfriend finden auch mit gesellschaftlichen Erwartungen an eine Frau bzw Mädchen auseinandersetzen und dabei dem Trope des Manic Pixie Dream Girl und der Bezeichnung Spinster auf den Grund gehen. Auch setzen sie sich mit anderen Themen auseinander und beginnen die Gesellschaft und ihre Erwartungen zu hinterfragen. Das hat mir wirklich gut gefallen, weil es einerseits einen guten Einstieg in das Thema Feminismus bietet, aber auch neue, interessante Unterthemen (eben wie das Manic Pixie Dream Girl) behandelt. Das einzige was mir vielleicht noch zum Thema Feminismus gefehlt hat, war Intersektionalität. Das Frauen eben auch aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung und/oder Behinderungen diskriminiert werden können und leider auch werden. So war das Buch und seine feministischen Themen noch recht weiß, straight und cissexuell orientiert und mir an manchen Stellen nicht kritisch genug. Aber es gibt ja noch zwei weitere Bände und was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Mid Year Book Freak Out 2018

Time to recap, friends! - Gefühlt macht jeder diesen Book Tag oder so etwas ähnliches und ich gestehe mich schuldig, dass ich mich dem Mainstream nun anschließen werde, weil man durch einen solchen Tag sich aller bisher gelesener Bücher bewusst wird und außerdem habe ich richtige Lust auf diesen ganz speziellen Tag!

1) Best book you've read so far in 2018?
"Deutschland Schwarz-Weiß" von Noah Sow und "We Should All Be Fiminists" von Chimamanda Ngozi Adichie. Beides Non-Fiction Bücher von denen ich unglaublich viel gelernt habe und deswegen immer wieder erwähnt werden sollten!

2) Best sequel you've read in 2018?
Ich denke "Whichwood" von Tahereh Mafi hat mir ausgesprochen gut gefallen. Vor allem wegen der Charaktere, da sie sehr vielseitig und tief gestaltet wurden und außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Autorin in "Whichwood" auch auf Depressionen eingeht. Und das in einem Kinderbuch! - Für mich toppt das sogar "Crooked Kingdom" von Leigh Bardugo.

3) New release you haven't read yet, but want to?
"Children of Blood and Bone" zu meiner eigenen Schande. Im Englischsprachigen Raum wird es sehr gehyped und hoch gelobt, in Deutschland hingegen bzw. in der deutschen Buchbloggerszene stößt es vermehrt auf negative Kritik und jaaa, das hat mein Interesse an diesem Buch ein wenig sehr gehemmt. Trotzdem möchte ich von dem Buchs sehr gerne meine eigenen Eindrücke gewinnen.

4) Most anticipated release for second half of 2018?
Ahaha... wo fange ich denn da an? Ich werde so arm...
Vengeful, City of Ghosts und The Dark Vault von V. E. Schwab
The large Expanse of the Sea von Tahereh Mafi
Catwoman von Sarah J. Maas
What If It's Us von Becky Albertalli und Adam Silvera

Sonntag, 1. Juli 2018

Media Campus Frankfurt

Am 18.06. habe ich den Media Campus in Frankfurt a. M. besucht, da ich selbst an einer Buchhändlerausbildung interessiert bin. Auf den Media Campus bin ich durch Anabelles Beitrag gestoßen und fand die Website sehr interessant, dennoch waren mir ein, zwei kleine Dinge nicht ganz klar und war an einem Besuch interessiert, um selbst den Campus mal zu sehen und eigene Eindrücke zu gewinnen.
Mein allererster Eindruck war, dass der Campus sehr gemütlich, ein Ort für sich und sehr familiär und freundlich ist.

Der Campus besteht aus mehreren Gebäuden, also den Wohnräumen für die Auszubildenden, Seminarräume, Kantine und andere Aufenthaltsräume, Bibliotheken, einer eigenen Buchhandlung und Räumen für Kurzzeitgäste, da man dort auch Workshops und einzelne Seminare oder Kurse besuchen kann.

Die eigene Buchhandlung bietet zu den vielen Seminaren und Kursen eine gute Praxis um Gelerntes anzuwenden und sich schon einmal als Buchhändler/in zu üben. Auch erhalten Auszubildende die Möglichkeit einen Büchertisch thematisch zu gestalten, der anschließend benotet wird. (siehe Foto rechts)
Des Weiteren gibt es neben den Aufenthaltsräumen in den Wohnräumen noch diverse andere Räume, die nach Verlagshäusern und Sponsoren benannt wurden und die mit Bücherregalen bis hoch zur Decke ausgeschmückt wurden. In diesen Räumen finden regelmäßig Lesungen und andere Events mit Autoren und Verlagen statt. Außerdem gibt es eine Dachterrasse und viel Grün zwischen den Gebäuden.

Das Herumführen und alles einmal selbst sehen hat meine ersten Eindrücke bestätigt. Der Media Campus Frankfurt ist ein Ort an dem ich sehr gerne meine Ausbildung zur Buchhändlerin machen würde. Allerdings kann man sich nicht direkt beim Campus bewerben. Große Buchhandlungsketten wie Thalia, Hugendubel und Mayersche etc arbeiten mit dem Campus zusammen und schicken ihre Auszubildende für die Theorie-Blöcke (jeweils neun Wochen) während der Ausbildung dorthin. Diese neun Wochen kann man (wenn man möchte) dann dort auch wohnen, aber auch Pendeln. Wie einem beliebt.

Habt ihr schon einmal von dem Media Campus gehört oder interessiert sich jemand von euch auch für eine Ausbildung zur/zum Buchhändler/in?

Mittwoch, 9. Mai 2018

März- und Aprilmärchen

Montasrückblick: März und April


In diesem Monatsrückblick werde ich März und April zusammenfassen, da ich aufgrund meines Bloggeburtstages am 31. März keinen Monatsrückblick veröffentlicht habe. Ich werde zwar auf alle Bücher, aber nur auf die wichtigsten Serien eingehen, da es sonst wohl zu viel wird. ^^ Im April habe ich sage und schreibe ganze acht Bücher gelesen (somit müssten das auch eigentlich 10 oben im Bild sein und dementsprechend mehr Seiten. Hab mich wohl verzählt, upps), was für mich schon ein bisschen viel ist und das macht mich sogar ein wenig stolz! XD

Gelesene Bücher:
Six of Crows und Crooked Kingdom von Leigh Bardugo - haben mir sehr gut gefallen.
Frauen dürfen hier nicht träumen von Rana Ahmad - Rezension
Furthermore und Whichwood von Tahereh Mafi - haben mir auch sehr gut gefallen, Rezension zu Furthermore
Mother to Mother von Sindiwe Magona
Liebe Ijeawele... von Chimamanda Ngozi Adichie - sehr gut
History is All You left Me von Adam Silvera - hat mir gefallen
If I Was Your Girl von Meredith Russo - hat mir sehr gut gefallen
Tyler Johnson Was Here von Jay Coles - Rezension von Julia (Lizoyfanes)

Gesehene Serien:
The Fresh Prince of Bel Air (Staffel 1 begonnen)
Nachdem die Serie mehrmals in "The Hate U Give" erwähnt wurde, wollte ich nun endlich auch mal diese Serie beginnen und ich lieeebe sie! <3

Everything Sucks (Staffel 1 begonnen)
Diese Serie hat die Autorin V. E. Schwab empfohlen und ich verstehe auch warum. Die Serie ist echt cool und ich mag sie.

Sonntag, 6. Mai 2018

Durch das Lesen lernen

Wie wohl die meisten Leser von Unterhaltungsromanen auch, lese ich um in fremde Welten abzutauchen, um abzuschalten und aus dem Alltag zu flüchten. Nicht mehr in erster Linie, aber auch und für eine sehr lange Zeit war das auch der einzige Grund, warum ich so leidenschaftlich gerne las. Doch mittlerweile lese ich auch um mich zu informieren und um meinen Horizont zu erweitern. Dafür muss ich keine Sachbücher oder Bücher auf Feuilleton-Niveau lesen, sondern kann mich immer noch einfach in eine Geschichte fallen und mich begeistern lassen. Unterhaltung und Information in einem zu vereinbaren ist wirklich nicht schwer. Aber wo fängt man da an?
(Ich werde mich im Folgenden auf Themen wie Homosexualität, Rassismus, Feminismus, Transgender, Diskriminierung generell, Mental Health und Mental Ilnesses... beziehen, da ich persönlich mich mehr über diese Themen informieren möchte.)

1. Folge den "richtigen" Leuten auf Social Media.
Natürlich gibt es keine falschen oder richtigen Menschen (bis auf ein paar bestimmte Ausnahmen), aber es gibt Menschen die wirklich wissen über was sie da twittern oder allgemein reden. Die bestimmte Erfahrungen gesammelt haben und daher aus erster Hand erzählen können und einen einfach weiterbringen. Diese können dann einem auch Bücher und Autoren empfehlen.

Hier eine Liste meiner persönlichen Empfehlungen in keiner bestimmten Reihenfolge:
Linus von buzzaldrinsblog
Mareike von Crow and Kraken
Elif von the written word
Fabian von Herr Booknerd
Noah Sow
Sabine von Ant1heldin
Saskia von who is kafka
Anabelle von Stehlblüten

Von diesen Menschen habe ich bereits so unglaublich viel gelernt und werde auch bestimmt noch viel von ihnen lernen. Daher kann ich euch auch nur ans Herz legen ihnen zu folgen.

2. Lies dich in ein Thema ein (Zeitungs- oder Blogartikel)
Auch Artikel über Themen zu lesen und sich zu informieren ist trotz allem wichtig, damit man später auch die "richtigen" Bücher auswählen kann. Man kann sich schon einmal Hintergrundwissen aneignen und so später beim Lesen besser beurteilen, ob das was man liest berechtigt ist oder vielleicht auch nicht. Des Weiteren schafft es schon einmal ein gewisses Verständnis für verschiedene Themen.

Freitag, 4. Mai 2018

(Gastrezension) Tyler Johnson Was Here

Gastrezension von Julia von Lizoyfanes

Tyler Johnson Was Here
Jay Coles

Format: gebunden

Seiten: 304 Seiten

Preis: 15,49 Eur (Amazon)

Erscheinungsdatum: 20.03.2018

Verlag: Little, Brown Books

ISBN: 9780316440776

Tyler Johnson Was Here: was für ein bewegendes, trauriges und absolut ehrliches Buch!

When Marvin Johnson's twin, Tyler, goes to a party, Marvin decides to tag along to keep an eye on his brother. But what starts as harmless fun turns into a shooting, followed by a police raid.
The next day, Tyler has gone missing, and it's up to Marvin to find him. But when Tyler is found dead, a video leaked online tells an even more chilling story: Tyler has been shot and killed by a police officer. Terrified as his mother unravels and mourning a brother who is now a hashtag, Marvin must learn what justice and freedom really mean.

  • Zu erst einmal: Wow, verdammt, wo sind meine Taschentücher? Jay Coles' Geschichte über Marvin, der mit dem plötzlichen Verlust seines Zwillingsbruder konfrontiert wird, hat mich an vielen Stellen dazu gebracht, das Buch mal zur Seite zu legen und mehrere Male zu blinzeln, weil es sich manchmal angefühlt hat, als würde jemand hunderte kleine Glasscherben in mein Herz reinquetschen. Marvin ist mir so sehr ans Herz gewachsen mit seiner ruhigen und sanften Art, sodass ich wirklich auf jeder Seite tief mit ihm fühlen konnte .... 
  • .... weil "Tyler Johnson Was Here" ein unglaublich emotionales Buch über Verlust und Trauerbewältigung ist, sowie Rassismus im Alltag und die Brutalität vieler Polizisten. Ich dachte, dass "The Hate U Give" von Angie Thomas bereits eine Achterbahnfahrt der Gefühle ist, aber "Tyler Johnson" ist mir, was Gefühle angeht, fast schon noch tiefer unter die Haut gegangen. Ich war wütend, traurig, mal verzweifelt-glücklich und so vieles mehr gleichzeitig! 
  • So sehr ich aber Marvin gern habe und es mir gefällt, dass der Autor für Marvin's Umfeld loyale Freunde (ich will auch so eine Geek-Freundesclique!!) und Familie erschaffen hat, fand ich den Lovestory-Aspekt eigentlich völlig unnötig. Marvin's und Faith's Beziehung ist so plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht und hat eigentlich keinerlei Entwicklung oder Basis?? 
  • Trotzdem hat mir jede Seite von "Tyler Johnson" sehr gut gefallen, besonders zum Ende hin hat das Buch eine wichtige Botschaft, wegen dem ihr es unbedingt auf die Liste von Wunschbüchern setzen solltet!

Sonntag, 15. April 2018

Furthermore

Furthermore
Tahreh Mafi

Format: gebunden

Seiten: 406 Seiten

Preis: 5,75Eur (Amazon)

Erscheinungsdatum: 30.08.2016

Verlag: Dutton Books

ISBN:9781101994764

Inhalt: Alice Alexis Queensmeadow 12 rates three things most important: Mother, who wouldn’t miss her; magic and color, which seem to elude her; and Father, who always loved her. Father disappeared from Ferenwood with only a ruler, almost three years ago. But she will have to travel through the mythical, dangerous land of Furthermore, where down can be up, paper is alive, and left can be both right and very, very wrong. Her only companion is Oliver whose own magic is based in lies and deceit. Alice must first find herself—and hold fast to the magic of love in the face of loss.

Meine Meinung: Das Buch wird aus der Sicht eines allwissenden Erzählers erzählt, der scheinbar die Protagonistin selbst zu kennen scheint und auch dem Leser manchmal ihre Geschichte erzählt, indem er den Leser direkt anspricht. Das hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen! Die Autorin arbeitet mit Metaphern und sehr bildlichen Sprachmitteln und neuen Wortfindungen wie zum Beispiel "Rainlight". Das mag zu Beginn des Buches sehr ungewöhnlich und vielleicht auch sogar als problematisch empfunden werden, um ganz in die Geschichte einzutauchen. Doch eigentlich passt es perfekt zu der Welt und den Charakteren. Dabei basiert viel auf "Kinderlogik" und nicht alles ist wirklich logisch und nachvollziehbar, aber das tut dem Lesegenuss meiner Meinung nach keinen Abbruch.

Die Welt ist bunt, bizarr und auch ein wenig grotesk, aber auch sehr magisch und träumerisch. Sie erinnert mich an ein Wunderland, welches sich ein Kind ausgedacht hat. Wo man hoch fallen kann und Regenlicht existiert, Origamifüchse durch Wälder streifen und man Lineale als Zeitbehälter benötigt.
Alice und Oliver mit ihren Talenten passen daher auch ganz wundervoll in diese Welt. Und da Alice wie der Leser die Welt ebenfalls erst noch kennen lernen muss und Fragen ausspricht, die einem auch durch den Kopf schwirren, taucht man sehr schnell in diese Welt ein.

Freitag, 6. April 2018

Bodypositivity statt Bodyshaming - Narben

Aufgrund der deutschen Übersetzung und Erscheinung von "Dumplin'" von Julie Murphy hat Vera von Chaoskingdom eine Aktion ins Leben gerufen die sich "Bodypositivity statt Bodyshaming" nennt.
Bei Bodypositivity geht es darum sich selbst zu akzeptieren, zu mögen und vielleicht auch irgendwann zu lieben und zwar so wie man ist, mit all seinen "Imperfections" aber auch "Perfections". Bodyshaming hingegen bedeutet, dass man mit seinem Körper unzufrieden ist und immer etwas findet, was man kritisieren kann. Um dem entgegen zu wirken gibt es diese Aktion. Denn jede/r ist gut so wie sie/er ist.

Ich mag an mir...
...meine Augen. Grün-braun-grau mit einem schwarzen Rand um die Iris herum.
...meine Lippen, weil sie so schön geschwungen sind.
...meine Narbe, weil sie mich an eine Schnecke erinnert und schon immer ein Teil von mir war, sowie meine zehn Zehen. ^^

Und weil ich schon einige gute Beiträge von anderen Bloggern zu dem Thema gelesen habe, die ich euch am Ende meines Beitrags verlinken werde, möchte ich näher auf meine Narbe eingehen und euch eine weitere sehr schöne Aktion vorstellen.

Meine Narbe ist ungefähr 13cm lang, an der dicksten Stelle sind es ca. 4cm und an der schmalsten Stelle ca. 3mm. Sie verläuft senkrecht, unterhalb der Brüste bis zum Bauchnabel, über meine Bauchdecke. Als Neugeborenes hatte ich eine Omphalozele, d.h. ich hatte eine offene Bauchnabeldecke, bei der die Haut über dem Bauchnabel so dünn war wie die Haut bei einem gekochten Ei. Normalerweise werden solche Babys per Kaiserschnitt zur Welt gebracht, aber da ich mich beim Ultraschall immer weggedreht habe, wusste niemand bis zu meiner Geburt, dass ich eine Omphalozele habe. Ich hatte Glück, bei der Geburt hätte einiges schief gehen können und obwohl ich wie Superman mit den Händen und Kopf zuerst zur Welt gekommen bin, ohne das mein Bauch geschützt war, ist nichts passiert. Danach wurde ich operiert und aus der Omphalozele wurde die Narbe, die aussieht wie eine Schnecke, weil sie sich an der Stelle meines Bauchnabels zusammen kringelt. Wie bei einer Schnecke und einem Schneckenhaus.