Montag, 31. Dezember 2018

Fairytale Award 2018

Es ist der letzte Tag im Jahr und somit Zeit für den jährlichen Jahresrückblick, also schauen wir mal, was es 2018 für euch so an Beiträgen zu lesen gab und welche Bücher ich gelesen habe und welche davon meine Highlights 2018 sind!

Das Blogjahr: Im Januar beklagte ich mich auf Twitter über wenige Kommentare und wenig Austausch auf meinem Blog und daraus entstand eine sehr rege Diskussion, welche ich in Form eines Blogposts Fehlender Austausch, Hindernisse und eventuelle Lösungen noch einmal zusammenfasste und der fleißig kommentiert wurde, was mich sehr freute. Auch hat es sich seitdem ein wenig gebessert. Unter anderem habe ich das #Litnetzwerk für mich entdeckt, dass zu mehr Austausch anregt und die Möglichkeit bietet neue Blogs zu entdecken. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Litnetzwerkwochenende! Nennenswerte Beiträge in denen ich spannende und diverse Bücher vorstelle sind Empfehlungen zum WeltfrauentagOwn Voices, denen ich mehr Gehör schenken möchte und Must Read Blogtour Tag 10. Bei den Own Voices zum Beispiel sind noch einige Bücher dabei, die ich noch nicht gelesen habe, weil ich irgendwie noch nicht dazu gekommen bin und freue mich daher schon diese hoffentlich in 2019 zu lesen!

Stat. 1
Im März feierte mein Blog seinen dritten Geburtstag, was bedeutet dass 2019 mein Blog schon vier Jahre (!!!) lang bestehen wird. In dem Beitrag zum 3. Bloggeburtstag blicke ich auf meine Entwicklung als Bloggerin zurück und mache mich über die ein oder andere schlechte Rezension von mir lustig. Diesen zu schreiben hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich mich stellenweise doch etwas geschämt habe. Ich hoffe, ihr könnt auch schmunzeln wenn ihr ihn lest!

Schrieb ich in meinem Jahresrückblick 2017 noch, dass ich auf meinem Blog nicht viel über mich selbst und Persönliches schreibe, hat sich das dieses Jahr ein wenig geändert. So habe ich über meine Narbe geschrieben und die chronische Krankheit Diabetes mellitus Typ 1 anlässlich des Diabetes Awareness Month. Beides Beiträge auf die ich sehr stolz bin und die ich euch gerne ans Herz legen möchte zu lesen und einen Kommentar da zu lassen, falls ihr das noch nicht gemacht habt.

Samstag, 29. Dezember 2018

Ich habe etwas zu sagen

Format: gebunden

Seiten: 144 Seiten

Preis: 24,95 EUR

Erscheinungsdatum: 02.10.2018

Verlag: Elisabeth Sandmann Verlag

ISBN: 978-3-945543-58-0

Inhalt: Immer mehr Frauen wagen den öffentlichen Protest und den Aufstand: Gemeinsam marschieren sie und protestieren gegen ungleiche Bezahlung und ungleiche Bildungschancen, eine übermächtige Waffenlobby, Rassismus oder sexuelle Gewalt. Sie ergreifen das Wort und ihre klaren Botschaften inspirieren (nicht nur) Mädchen und Frauen, Haltung zu beziehen und sich für ihre Rechte deutlicher denn je einzusetzen. In diesem Buch werden charismatische, unbequeme und couragierte Frauen vorgestellt, die mit ihren Reden und öffentlichen Aktionen die Welt verändert haben oder genau jetzt verändern. Viel zu lange haben Frauen nur gelesen und geschrieben und wirkten lange im Hintergrund oder ganz im Verborgenen. Väter, Brüder, der liebe Gott und eine patriarchale Politik bestimmten über ihr Wohl und Wehe, ihren Körper und Geist, ihren Freiraum und dessen Begrenzung. Schluss damit!

Mitreißend geschriebene Porträts über Angelina Jolie, Chimamanda Ngozi Adichie, Malala Yousafzai, Oprah Winfrey, Emma Gonzaléz, aber auch über die Pionierinnen Rosa Luxemburg, Waltraud Schoppe, Rosa Parks u.v.m..

Meine Meinung: Das Buch ist definitiv empowernd und bestärkt einen darin immer weiterzustreben! Egal ob man die Frauen, von denen in diesem Buch erzählt wird und die durch Zitate selbst das Wort ergreifen, nun kennt oder nicht, spielt keine allzu große Rolle. Man lernt sie, ihre Geschichten, ihre Kämpfe und Errungenschaften sehr gut kennen und findet in ihnen definitiv Vorbilder.

Freitag, 28. Dezember 2018

Nominierungen für den Fairytale Award 2018

Regeln lauten wie folgt: So können nun alle Bücher die mich auf irgendeine Art und Weise beeindruckt haben, nominiert werden. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob 4 oder 5 Sterne bei Lovelybooks oder ob rezensiert oder nicht.

Und von 42 gelesenen Büchern dieses Jahr, sind folgende nominiert:

  • Eliza and her Monsters von Francesca Zappia
  • This Savage Song von V. E. Schwab
  • Dear Martin von Nic Stone
  • We Should All be Feminists von Chimamanda Ngozi Adichie
  • Moxie von Jennifer Mathieu
  • Furthermore von Tahereh Mafi
  • If I was your Girl von Meredith Russo
  • Deutschland Schwarz-Weiß von Noah Sow
  • The Tattooist of Auschwitz von Heather Morris
  • A Very Large Expanse of Sea von Tahereh Mafi
  • Every Heart a Doorway von Seanan McGuire

Bücher die ich aktuell lese werden zur Leseliste 2019 gerechnet und erhalten nächstes Jahr ihre Chance auf den Award.

Mittwoch, 21. November 2018

November: Diabetes Awareness Month

Time to spill the sugar-free tea!

Wie im Titel meines Posts zu lesen ist, geht es heute um Diabetes anlässlich des Diabetes Awareness Month. Warum? Weil ich Diabetes Typ 1 habe und einiges an Unsinn schon zu hören bekommen habe und euch davon erzählen möchte. - Diabetes habe ich seit ich 8 bin, also seit knapp 10 Jahren und denke, dass ich mit dieser Erkrankung soweit ganz gut umgehen kann.

Bei Diabetes mellitus Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert, um den, durch die zu sich genommenen Kohlenhydrate entstandenen, Zucker im Blut abzubauen. Dabei erkennt das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen nicht als körpereigen an, sondern als "Feinde" und zerstört diese. Diabetiker können nichts für ihre Krankheit. Das ist einfach so. A*karte gezogen. So in etwa. Natürlich kann man die genetische Veranlagung für Diabetes Typ 1 geerbt haben, so wie ich von meinem Papa, aber das heißt nicht, dass diese Krankheit dann auch unbedingt ausbricht. DT1 ist im Übrigen weder ansteckend noch heilbar. Sie ist chronisch, also dauerhaft. Und um das fehlende Insulin trotzdem zu bekommen, injiziert man sich es entweder durch Spritzen, sogenannte Pens oder eine Insulinpumpe. Den Blutzucker kontrolliert man durch Messgeräte oder Sensoren. - In meinem Fall kann man sagen: mein Leben hängt an einer kleinen Maschine.  Für alles Zucker- bzw. kohlenhydrathaltige Lebensmittel muss ich mich spritzen bzw. bolen, da ich eine Insulinpumpe habe. Und zwar nicht zu viel und nicht zu wenig.

Bei zu viel Insulin sinkt mein Blutzuckerspiegel und ich habe ein Hypo. Das fühlt sich in etwa so an, als würde jegliche (Lebens)kraft aus mir herausgesaugt werden, ich werde sehr zittrig, schwindelig und brabble dummes Zeug. Kein schönes Gefühl.
Wenn mein BZ (Blutzucker) zu niedrig ist und ich nicht rechtzeitig was dagegen unternehme, also was esse, dann falle ich erst in ein Koma und sterbe dann, sollte man danach nichts unternehmen. Bei einem Hyper ist mein BZ zu hoch und ich muss den BZ durch Insulin senken, also korrigieren. Ich werde sehr durstig und meine Glieder beginnen zu schmerzen. Dies kann in wenigen Wochen zum Tod führen wie es vor 1922 noch der Fall war. Bei einem "schlecht eingestellten" Diabetes, bei dem über Jahre die BZ Werte dauerhaft erhöht sind, kann das schwere gesundheitliche Folgen haben.

So viel dazu.

Viele dumme Sprüche fallen mir erst im Nachhinein auf, wenn ich darüber nachdenke oder nachlese. Aber zwei sehr große Irrtümer sind erstens, dass Menschen glauben Typ 1 Diabetiker seien an ihrer Krankheit selbst schuld, weil sie zu viele Süßigkeiten gegessen hätten.
Dieser Irrtum beruht auf Diabetes Typ 2, bei dem Erkrankte aber auch nicht per se an ihrem Diabetes selbst schuld sind!
Bei Typ 2 liegt eine Insulinresistenz vor, die durch eine hohe Ablagerung durch Fett (die durch eine jahrelange ungesunde Ernährung bedingt sein kann (!), aber nicht muss (!)) verursacht sein kann! Und eng damit sind auch viele Vorurteile gegenüber Übergewichtigen verbunden. Und wie ich schon geschrieben habe, können Typ 1 Diabetiker für ihre Erkrankung nichts. Und durch Bewegung, Sport und eine gesunde Ernährung mag man den BZ vielleicht stabilisieren, aber heilen eben nicht. - Btw man geht ja auch nicht zu Krebskranken und erzählt ihnen sie seien an ihrem Krebs schuld, weil sie zu viel geraucht hätten?! Like what?? Das gäbe einen Shitstorm...
Bezüglich dazu ist mir auch ein Kommentar auf Social Media begegnet, den eine Mitschülerin von mir von ihrer Freundin geteilt hat und der in etwa wie folgt lautete: "Du bist so süß, ich glaube ich kriege noch Diabetes wegen dir!" 1. Über Krankheiten macht man sich nicht lustig. 2. Impliziert der Kommentar das Vorurteil auf den ich in diesem Abschnitt eingegangen bin.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018 - mein Messebericht

der Messeturm
Dieses Jahr ging es zusammen mit Julia von Lizoyfanes von Donnerstag bis Sonntag auf die Frankfurter Buchmesse. Und da sie noch ein Messe-Ersti war, besichtigten wir am Donnerstag erst einmal so viele Hallen wie möglich! Ihre Eindrücke könnt ihr gerne in ihrem Messebericht nachlesen, den ich euch hier verlinken werde sobald er erscheint.

Etwas verspätet gingen wir zu der Veranstaltung von Stefan Gemmel auf der LitCam Bühne, dort stellte er zusammen mit einem weiteren Autor sein Buch "Befreiungsschlag", erschienen im Arena Verlag 2017, vor, welches ich bereits letztes Jahr rezensiert habe (klick). Dabei erzählte er von den Jugendlichen, mit denen er im Rahmen seiner Recherche für sein Buch, zusammen arbeitete und was er mit ihnen für Erfahrungen gesammelt und von ihnen gelernt hat! Wie eigentlich immer lebt Stefan Gemmel seine Erzählungen und weiß mit viel Begeisterung seine Zuhörer für sich zu gewinnen, unter anderem auch durch Übungen, die er mit den Jugendlichen zusammen gemacht hatte, brachte er uns das Erzählte noch näher und ich bin mir sicher, dass Stefan einige neue Leser*innen für sich gewinne konnte!

Gespräch mit Stefan Gemmel
Anschließend sah und hörte ich mir das Gespräch mit Margarete Stokowski am Stand des Spiegelverlags an. Bis daher kannte ich nur ein paar ihrer Tweets und Seiten aus ihrem Buch "Untenrum frei". Aber mit ihren klugen und bedachten Worten konnte sie mich für sich gewinnen. Auch ihre Aussage, sie schreibe für Menschen die bereits schon auf ihrer Seite seien und denen sie gerne Argumente mit auf den Weg geben möchte in dem Kampf gegen das Patriarchat und die sie gerne in ihren feministischen Überzeugungen weiter bestärken möchte, denn das sei für sie auch ein großer Erfolg, empfand ich als sehr zutreffend, denn nicht selten hadere ich an der verbalen Formulierung meiner Gedanken. Und ich bin sehr dankbar, wenn es dann Menschen wie Margarete Stokowski gibt, die mich dabei unterstützen und bestärken können! Ihr Gespräch auf dem blauen Sofa vom 13.10. könnt ihr übrigens  hier nachschauen. Es ist ein bisschen anders, aber dennoch sehr sehenswert!!

Der Donnerstag endete für mich und Julia mit der Bookplanetarium Live-Show mit Markus Heitz, der sein neustes Werk "Doors" vorstellte. Obwohl "Doors" interessanter und vielversprechender zu sein scheint, als ich bis dahin dachte und daher auch durchaus positiv überrascht war, bleibe ich skeptisch. Denn auf Twitter zumindest kritisierten einige Markus Heitz' Darstellung von starken Frauen, allerdings finde ich diese nicht mehr, sodass es wohl bei diesen wagen Worten bleiben muss.

Sonntag, 30. September 2018

Herbstliebe: 5 Fragen von Katriona

1. Welche Bücher möchtest du diesen Herbst lesen?
Catwoman von Sarah J. Maas ist jetzt kein wirkliches "Herbstbuch", aber auch das steht neben City of Ghosts und Vengeful von V. E. Schwab und einem Reread diverser Tolkien-Bücher auf meiner Liste an Büchern, die ich dieses Jahr noch lesen möchte. Aber auch The Creeper Man von Dawn Kurtagich, das Katriona glaube ich sogar mal auf ihrem Blog rezensiert hat (klick), möchte ich dieses Mal um Halloween rum lesen!

2. Was magst du am Herbst am liebsten?
Das viele bunte Laub, Kastanien, Nebel der zwischen Wäldern und Tälern hängt, die Kälte, das Feuer im Kachelofen, heiße Schokolade mit Marshmallows, lange Herbstspaziergänge, meine Kuscheldecke... und ähm, Horrorfilme, weil Halloween und all dieser ganze Gruselkram passt einfach aufgrund der Atmosphäre suuuuper zum Herbst. Auch wenn ich eigentlich selten Horrorfilme schaue, dann doch eher eine neue Staffel Supernatural und die Frankfurter Buchmesse darf natürlich auch nicht fehlen!

3. Über welche herbstlichen Themen liest du am liebsten?
Ganz basically Geister- und Gruselgeschichten. Auch wenn ich für den Herbst eigentlich keine bestimmten Themen- oder Genrevorlieben habe.

4. Wo liest du im Herbst am liebsten?
Wie immer in meinem Bett! Da lese ich zu jeder Jahreszeit am liebsten. Aber wie Katriona im Herbst und im Winter dann mit Kuscheldecke, Wärmflasche und heißer Schokolade. xD

5. Welches Buch kannst du allen, die etwas Herbstliches lesen möchten, empfehlen?
The dreadful Tale of Prosper Redding von Alexandra Bracken und the Archived von Victoria Schwab passen sehr gut zu der herbstlich-gruseligen Atmosphäre!

Was für gruselige (Horror)Bücher könnt ihr mir denn empfehlen? Würde mich über ein paar Empfehlungen sehr freuen!

Hier der Tag von Katriona (Stürmische Seiten)

Dienstag, 18. September 2018

Vox

Vox
Christina Dalcher

Format: gebunden

Seiten: 400 Seiten

Preis: 20 Eur

Erscheinungsdatum: 15.08.2018

Verlag: S. Fischer Verlag

ISBN: 978-3-10-397407-2

Inhalt: In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!
Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.
Das ist der Anfang.
Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.
Aber das ist nicht das Ende.
Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.

Meine Meinung: (Vorsicht: Spoiler! Fazit ist spoilerfrei.) Christina Dalcher kreiert in ihrem Debütroman eine Welt in der durch Sexismus und Frauenfeindlichkeit Frauen jegliche Rechte und Freiheiten abgesprochen, auf ihre Fortpflanzungsorgane und häusliche Aufgaben reduziert werden und nur noch über den Ehemann oder Vater ein Mitglied der Gesellschaft sind und wahrgenommen werden. Und hinzu kommt, dass ihnen dabei auch die Möglichkeit genommen wird sich dagegen zu äußern, indem ihnen ein Limit von 100 Wörtern pro Tag gesetzt wird. Dies wird durch Stromschläge kontrolliert, die entweder bis zum Schweigen oder dem Tod und damit einhergehendem Schweigen gesteigert werden. - Aber nicht nur Frauen werden ihrer Rechte und Freiheiten beraubt, genauso beschnitten, wenn nicht sogar schlimmer, werden Homosexuelle und anders Denkende, die in Umerziehungslagern "wieder" heterosexuell werden sollen, da sie so nützlicher für diese so überaus gegenüber Marginalisierten feindlich gesinnte Gesellschaft sind.

Dienstag, 24. Juli 2018

Was ist schon normal

Spinster Girls - Was ist schon normal
Holly Bourne

Format: Broschur

Seiten: 416 Seiten

Preis: 10,95 Eur

Erscheinungsdatum: 20.07.2018

Verlag: dtv Verlag

ISBN: 978-3-423-71797-7

Inhalt: Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!
Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen?

Meine Meinung: "Was ist schon normal" ist ein Buch über Feminismus, Zwangsstörungen, Dates, Liebe und Freundschaft. - Evie, Amber und Lottie, drei verschiedene Mädchen die sich neben typischen Teenagerproblemen wie z.B. einen Boyfriend finden auch mit gesellschaftlichen Erwartungen an eine Frau bzw Mädchen auseinandersetzen und dabei dem Trope des Manic Pixie Dream Girl und der Bezeichnung Spinster auf den Grund gehen. Auch setzen sie sich mit anderen Themen auseinander und beginnen die Gesellschaft und ihre Erwartungen zu hinterfragen. Das hat mir wirklich gut gefallen, weil es einerseits einen guten Einstieg in das Thema Feminismus bietet, aber auch neue, interessante Unterthemen (eben wie das Manic Pixie Dream Girl) behandelt. Das einzige was mir vielleicht noch zum Thema Feminismus gefehlt hat, war Intersektionalität. Das Frauen eben auch aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung und/oder Behinderungen diskriminiert werden können und leider auch werden. So war das Buch und seine feministischen Themen noch recht weiß, straight und cissexuell orientiert und mir an manchen Stellen nicht kritisch genug. Aber es gibt ja noch zwei weitere Bände und was noch nicht ist, kann ja noch werden.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Mid Year Book Freak Out 2018

Time to recap, friends! - Gefühlt macht jeder diesen Book Tag oder so etwas ähnliches und ich gestehe mich schuldig, dass ich mich dem Mainstream nun anschließen werde, weil man durch einen solchen Tag sich aller bisher gelesener Bücher bewusst wird und außerdem habe ich richtige Lust auf diesen ganz speziellen Tag!

1) Best book you've read so far in 2018?
"Deutschland Schwarz-Weiß" von Noah Sow und "We Should All Be Fiminists" von Chimamanda Ngozi Adichie. Beides Non-Fiction Bücher von denen ich unglaublich viel gelernt habe und deswegen immer wieder erwähnt werden sollten!

2) Best sequel you've read in 2018?
Ich denke "Whichwood" von Tahereh Mafi hat mir ausgesprochen gut gefallen. Vor allem wegen der Charaktere, da sie sehr vielseitig und tief gestaltet wurden und außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Autorin in "Whichwood" auch auf Depressionen eingeht. Und das in einem Kinderbuch! - Für mich toppt das sogar "Crooked Kingdom" von Leigh Bardugo.

3) New release you haven't read yet, but want to?
"Children of Blood and Bone" zu meiner eigenen Schande. Im Englischsprachigen Raum wird es sehr gehyped und hoch gelobt, in Deutschland hingegen bzw. in der deutschen Buchbloggerszene stößt es vermehrt auf negative Kritik und jaaa, das hat mein Interesse an diesem Buch ein wenig sehr gehemmt. Trotzdem möchte ich von dem Buchs sehr gerne meine eigenen Eindrücke gewinnen.

4) Most anticipated release for second half of 2018?
Ahaha... wo fange ich denn da an? Ich werde so arm...
Vengeful, City of Ghosts und The Dark Vault von V. E. Schwab
The large Expanse of the Sea von Tahereh Mafi
Catwoman von Sarah J. Maas
What If It's Us von Becky Albertalli und Adam Silvera

Sonntag, 1. Juli 2018

Media Campus Frankfurt

Am 18.06. habe ich den Media Campus in Frankfurt a. M. besucht, da ich selbst an einer Buchhändlerausbildung interessiert bin. Auf den Media Campus bin ich durch Anabelles Beitrag gestoßen und fand die Website sehr interessant, dennoch waren mir ein, zwei kleine Dinge nicht ganz klar und war an einem Besuch interessiert, um selbst den Campus mal zu sehen und eigene Eindrücke zu gewinnen.
Mein allererster Eindruck war, dass der Campus sehr gemütlich, ein Ort für sich und sehr familiär und freundlich ist.

Der Campus besteht aus mehreren Gebäuden, also den Wohnräumen für die Auszubildenden, Seminarräume, Kantine und andere Aufenthaltsräume, Bibliotheken, einer eigenen Buchhandlung und Räumen für Kurzzeitgäste, da man dort auch Workshops und einzelne Seminare oder Kurse besuchen kann.

Die eigene Buchhandlung bietet zu den vielen Seminaren und Kursen eine gute Praxis um Gelerntes anzuwenden und sich schon einmal als Buchhändler/in zu üben. Auch erhalten Auszubildende die Möglichkeit einen Büchertisch thematisch zu gestalten, der anschließend benotet wird. (siehe Foto rechts)
Des Weiteren gibt es neben den Aufenthaltsräumen in den Wohnräumen noch diverse andere Räume, die nach Verlagshäusern und Sponsoren benannt wurden und die mit Bücherregalen bis hoch zur Decke ausgeschmückt wurden. In diesen Räumen finden regelmäßig Lesungen und andere Events mit Autoren und Verlagen statt. Außerdem gibt es eine Dachterrasse und viel Grün zwischen den Gebäuden.

Das Herumführen und alles einmal selbst sehen hat meine ersten Eindrücke bestätigt. Der Media Campus Frankfurt ist ein Ort an dem ich sehr gerne meine Ausbildung zur Buchhändlerin machen würde. Allerdings kann man sich nicht direkt beim Campus bewerben. Große Buchhandlungsketten wie Thalia, Hugendubel und Mayersche etc arbeiten mit dem Campus zusammen und schicken ihre Auszubildende für die Theorie-Blöcke (jeweils neun Wochen) während der Ausbildung dorthin. Diese neun Wochen kann man (wenn man möchte) dann dort auch wohnen, aber auch Pendeln. Wie einem beliebt.

Habt ihr schon einmal von dem Media Campus gehört oder interessiert sich jemand von euch auch für eine Ausbildung zur/zum Buchhändler/in?