Samstag, 30. September 2017

Nevernight

Nevernight
Jay Kristoff

Format: Gebunden

Seiten: 704

Preis: 22,99 EUR

Erscheinungsdatum: 24.08.17

Verlag: Fischer Tor

ISBN: 978-3-596-29757-3

Klappentext: In einer Welt mit drei Sonnen, 
in einer Stadt, gebaut auf dem Grab eines toten Gottes,
sinnt eine junge Frau, die mit den Schatten sprechen kann, auf Rache.
Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet … (Quelle)


Meine Meinung: Nevernight ist ein ganz besonderes Buch für insbesondere eingefleischte Fantasy-Leser und purer Lesegenuss! Der Schreibstil des Autors ist traumhaft! Jay Kristoff spielt mit Worten, lässt kunterbunte Bilder im Kopf entstehen und baut eine fantastische Atmosphäre auf. Hinzu kommen auch die tollen Fußnoten. - Kristoff schreibt nämlich so, als würde man teilweise alles aus der Sicht von Mia erleben, obwohl er sein Buch aus der Sicht des allwissenden Erzählers erzählt (der selbst ein Teil der Geschichte zu sein scheint! <3) und hin und wieder erscheint es dem Leser, als würde der allwissende Erzähler direkt zum Leser bzw. den Lesern sprechen. Und genau das tut er auch in den Fußnoten, er erzählt Witze und vermittelt ein wenig Hintergrundwissen zu Städten, Gebäuden, Völkern, Kulturen, einfach zum ganzen Worldbuilding. Und da sind wir auch schon beim nächsten Punkt: Weltenbau. Die Welt von Nevernight ist einfach wow! So viele verschiedene Kulturen und auch endlich mal wieder ein Fantasybuch bei dem der Fokus auf der Religion mit seinen vielen verschiedenen Göttern und deren Anhängern und den sich daraus ergebenden Konflikten, liegt! Eine Welt mit gleich drei Sonnen finde ich auch ziemlich gut, aber auch irgendwie ein wenig abgedroschen. Wie unfassbar hell das sein muss, kann ich mir trotz meiner wirklich übersprudelnden Fantasie schwer vorstellen. Trotzdem mag ich es, dass es Nevernights (Nimmernächte) und Truedarks (Wahrdunkel) gibt und Kristoff mit Mias Gabe und den Sonnen und den Schatten spielt...!

Eines meiner Buchhighlights ist die Katze die eigentlich keine Katze ist, nämlich Mr Kindly! Und wer mich kennt, weiß: Ich LIEBE Katzen *-* Und Mr Kindly ist eine ganz besondere Katze mit einem ganz besonderen Charme!
Und von Mr Kindly kommen wir auch gleich zu den Charakteren, die ich leider, leider alle miteinander ziemlich durchschnittlich empfand. Dass die Assassinen der roten Kirche "böse" sind bzw. Mörder, hinterhältig und gemein und mysteriös fand ich ziemlich offensichtlich. Und dass unsere Protagonistin Mia, ein richtiges Kick Ass, doch nur das Gute im Menschen sehen möchte und sich ihre Menschlichkeit bewahren möchte, hat mir leider nur ein Augenrollen entlockt. War ein etwas unnötig. Den Anführer der roten Kirche empfand ich mehr als nur langweilig und schmierig und von Klischees nur so überhäuft, genauso wie sein Ende und das mit Mia... *Entnervtes Kopfgeschüttel"
Der Plot Twist am Ende war ganz nett, wie ich finde. Mir war zwar bewusst es kommt einer, was wäre ein Buch auch ohne einen fetten Plot Twist und er hat mich auch ein wenig überrrascht, aber viel rausgehauen hat er dann doch nicht.

Fazit:
Ein gutes Fantasy Buch, das hält was es verspricht aber leider auch nicht mehr. Dennoch freue ich mich darauf den zweiten Band zu lesen! Und empfehle das Buch durchaus an Fantasyleser weiter!

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