Freitag, 15. Dezember 2017

(Filmreview) Coraline

Meine Bewertung: 5/5 Sternen

Inhalt: Coraline Jones will einfach mehr vom Leben: mehr Spannung, mehr Spaß und vor allen Dingen mehr Beachtung. Gerade erst sind ihre Eltern mit ihr in ein neues Haus gezogen, doch die grundlegenden Probleme haben sich nicht von allein gelöst. Coralines Vater Charlie will lieber von allen und jedem in Ruhe gelassen werden und Coralines Mutter Mel hat erst recht keine Zeit für das Töchterchen. Doch dann stößt Coraline auf eine geheime Tür, hinter der sich eine Parallelwelt verbirgt. Sie findet sich plötzlich in einer etwas anderen, scheinbar viel schöneren Version ihres eigenen Lebens wieder. Hier gibt es grandiose Leckereien zum Mittag, alles ist so farbenfroh und Coralines Eltern sind um einiges humorvoller und aufmerksamer als im realen Leben – nur dass sie Knöpfe anstatt Augen haben, ist etwas irritierend. Aber dann versucht die Parallelwelt-Mutter, Coraline für immer in ihrem fiktiven Zuhause gefangen zu halten. Coraline muss großen Mut beweisen, um sich und ihre wahren Eltern zu retten. Behilflich sind ihr dabei ihre Nachbarn und eine sprechende schwarze Katze. (Quelle)

Meine Meinung: Allein der Trailer verspricht schon gut gemachten Grusel und dann noch "aus der Feder" von Tim Burton und Neil Gaiman? Der Film kann ja nur gut sein und das ist er auch! - Stellenweise merkt man zwar, dass der Film schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, da die Animationen noch lange nicht so gut sind wie ich es mittlerweile gewohnt bin, aber das tut dem Film keinen Abbruch.
Der Film punktet mit interessanten, lustigen und seltsamen Charakteren und einer guten Darstellung, auch die "Anderen" mit ihren Knopfaugen sowie die "alte Vettel" waren sehr überzeugend. Besonderes die "andere Mutter" bzw. die "alte Vettel" hat es mir angetan, da im Laufe der Handlung mehr und mehr angedeutet wird, dass es sich bei ihr um ein sehr mächtiges und durchaus böses Wesen handeln muss.
Die Atmosphäre des Films versprüht vor allem unterschwellig Grusel und Spannung, ist auf seine ganz besondere Art bizarr und grotesk. Auch die Gestaltung der "anderen Welt" hat mich sehr beeindruckt. So handelt es sich bei der "anderen Welt" eigentlich um einen weißen, leeren Raum, den die "alte Vettel" gestalten kann wie sie möchte und sich dabei an der realen Welt der Kinder orientiert und sie halt nur besser gestaltet, also wie ein Paradies oder ein Schlaraffenland. Diese Welt kann unter anderem auch zusammenbrechen, sie löst sich dann in Würfeln oder Pixeln auf, die einfach wegfallen und zurück bleibt der weiße, leere Raum und später sogar eine Art Spinnennetz. Zusätzlich kreiert sie kleine Püppchen die die Kinder darstellen, durch die sie das jeweilige Kind beobachten kann. Außerdem kann sie ihre Gestalt ändern und besteht eigentlich aus Nähnadeln. Sehr grotesk oder? Aber genau das macht für mich den Charme dieses Films aus!

Die Handlung war zwar ein wenig vorhersehbar und dennoch teilweise überraschend. Außerdem bleibt es immer spannend und vor allem gruselig! Dafür das der Film ab 6 Jahren freigegeben ist, habe ich wirklich deutlich weniger Grusel erwartet und war demnach auch positiv überrascht.
Coraline ist ein sehr sympathisches, liebenswertes Mädchen mit einem großen Herz für ihre Mitmenschen, sodass man nur mit ihr mitfiebern konnte. Sie, sowie die Handlung des Films und seine Charaktere verleihen dem Ganzen eine gewisse Tiefe und vermitteln die kluge und wunderbare Botschaft, dass man immer vorsichtig sein sollte was man sich wünscht und dass die eigene Familie immer noch die beste ist!


Fazit: Ein dunkler, gruseliger Film mit Herz und Humor, den ich aber nicht Kindern zwischen 6 und 10 zeigen würde. Auf jeden Fall eine ganz klare Empfehlung von mir. Ich liebe diesen Film!

Kommentare:

  1. Huhu,
    ich fand den Film auch toll, leider habe ich ihn mit meinem Sohn geschaut der damals 6 war. Das war ein Fehler! An schlafen war danach nicht zu denken. Definitiv nix für u12 würde ich sagen
    Liebe Grüße
    Kati :)

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    1. Au weia! ^^ Na hoffentlich kann er den Film trotzdem noch genießen, wenn er älter ist.

      LG
      Hanna

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