Sonntag, 15. April 2018

Furthermore

Furthermore
Tahreh Mafi

Format: gebunden

Seiten: 406 Seiten

Preis: 5,75Eur (Amazon)

Erscheinungsdatum: 30.08.2016

Verlag: Dutton Books

ISBN:9781101994764

Inhalt: Alice Alexis Queensmeadow 12 rates three things most important: Mother, who wouldn’t miss her; magic and color, which seem to elude her; and Father, who always loved her. Father disappeared from Ferenwood with only a ruler, almost three years ago. But she will have to travel through the mythical, dangerous land of Furthermore, where down can be up, paper is alive, and left can be both right and very, very wrong. Her only companion is Oliver whose own magic is based in lies and deceit. Alice must first find herself—and hold fast to the magic of love in the face of loss.

Meine Meinung: Das Buch wird aus der Sicht eines allwissenden Erzählers erzählt, der scheinbar die Protagonistin selbst zu kennen scheint und auch dem Leser manchmal ihre Geschichte erzählt, indem er den Leser direkt anspricht. Das hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen! Die Autorin arbeitet mit Metaphern und sehr bildlichen Sprachmitteln und neuen Wortfindungen wie zum Beispiel "Rainlight". Das mag zu Beginn des Buches sehr ungewöhnlich und vielleicht auch sogar als problematisch empfunden werden, um ganz in die Geschichte einzutauchen. Doch eigentlich passt es perfekt zu der Welt und den Charakteren. Dabei basiert viel auf "Kinderlogik" und nicht alles ist wirklich logisch und nachvollziehbar, aber das tut dem Lesegenuss meiner Meinung nach keinen Abbruch.

Die Welt ist bunt, bizarr und auch ein wenig grotesk, aber auch sehr magisch und träumerisch. Sie erinnert mich an ein Wunderland, welches sich ein Kind ausgedacht hat. Wo man hoch fallen kann und Regenlicht existiert, Origamifüchse durch Wälder streifen und man Lineale als Zeitbehälter benötigt.
Alice und Oliver mit ihren Talenten passen daher auch ganz wundervoll in diese Welt. Und da Alice wie der Leser die Welt ebenfalls erst noch kennen lernen muss und Fragen ausspricht, die einem auch durch den Kopf schwirren, taucht man sehr schnell in diese Welt ein.

Freitag, 6. April 2018

Bodypositivity statt Bodyshaming - Narben

Aufgrund der deutschen Übersetzung und Erscheinung von "Dumplin'" von Julie Murphy hat Vera von Chaoskingdom eine Aktion ins Leben gerufen die sich "Bodypositivity statt Bodyshaming" nennt.
Bei Bodypositivity geht es darum sich selbst zu akzeptieren, zu mögen und vielleicht auch irgendwann zu lieben und zwar so wie man ist, mit all seinen "Imperfections" aber auch "Perfections". Bodyshaming hingegen bedeutet, dass man mit seinem Körper unzufrieden ist und immer etwas findet, was man kritisieren kann. Um dem entgegen zu wirken gibt es diese Aktion. Denn jede/r ist gut so wie sie/er ist.

Ich mag an mir...
...meine Augen. Grün-braun-grau mit einem schwarzen Rand um die Iris herum.
...meine Lippen, weil sie so schön geschwungen sind.
...meine Narbe, weil sie mich an eine Schnecke erinnert und schon immer ein Teil von mir war, sowie meine zehn Zehen. ^^

Und weil ich schon einige gute Beiträge von anderen Bloggern zu dem Thema gelesen habe, die ich euch am Ende meines Beitrags verlinken werde, möchte ich näher auf meine Narbe eingehen und euch eine weitere sehr schöne Aktion vorstellen.

Meine Narbe ist ungefähr 13cm lang, an der dicksten Stelle sind es ca. 4cm und an der schmalsten Stelle ca. 3mm. Sie verläuft senkrecht, unterhalb der Brüste bis zum Bauchnabel, über meine Bauchdecke. Als Neugeborenes hatte ich eine Omphalozele, d.h. ich hatte eine offene Bauchnabeldecke, bei der die Haut über dem Bauchnabel so dünn war wie die Haut bei einem gekochten Ei. Normalerweise werden solche Babys per Kaiserschnitt zur Welt gebracht, aber da ich mich beim Ultraschall immer weggedreht habe, wusste niemand bis zu meiner Geburt, dass ich eine Omphalozele habe. Ich hatte Glück, bei der Geburt hätte einiges schief gehen können und obwohl ich wie Superman mit den Händen und Kopf zuerst zur Welt gekommen bin, ohne das mein Bauch geschützt war, ist nichts passiert. Danach wurde ich operiert und aus der Omphalozele wurde die Narbe, die aussieht wie eine Schnecke, weil sie sich an der Stelle meines Bauchnabels zusammen kringelt. Wie bei einer Schnecke und einem Schneckenhaus.