Donnerstag, 11. Juli 2019

Meine Sommerleseliste 2019

Da ich einen sehr langen Sommer voller freier Zeit vor mir habe, bevor ich im Oktober mit meinem Studium beginne, habe ich mir eine eigene Sommerleseliste erstellt, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Bücher, von denen ich lernen möchte:

  • "We are displaced" von Malala Yousafzai
  • "Eure Heimat ist unser Albtraum" herausgegeben von Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah
  • "What a Time to be Alone" von Chidera Eggerue

Gelesen: Dieses Buch hat  mir durch eine für mich sehr schwierige Phase geholfen, in der ich mich von einer mir wichtigen Person getrennt habe, deren Umgang mit mir, mir nicht gut getan hat. Das Buch enthält einige Denkanstöße, welche ich sehr gerne in Zukunft mehr beherzigen möchte und die mir eventuell helfen werden mich selbst mehr zu lieben. Dennoch denke ich, dass das Buch ausführlicher hätte sein können, da einige Aspekte meiner Meinung nach zu kurz kamen.



Bücher, die mich in erster Linie unterhalten sollen:

  • "Vengeful" von V. E. Schwab 
Gelesen: In dem Sequel zu Vicious lernt man alte Charaktere noch besser kennen und Beziehungen werden zwischen altbekannten Charakteren vertieft und neue Charaktere eingeführt, die ebenfalls sehr interessant und faszinierend sind. Insgesamt hat mir das Buch gefallen. Es ist spannend, komplex und nervenaufreibend!
  • "The Love and Lies of Rukhsana Ali" von Sabina Khan
  • "The Wicked + The Divine Vol. 4"
  • "The Expanse" von James A. Corey
  • "Naturally Tan" von Tan France
Gelesen: Witzig, interessant, relatable, unterhaltend. Freue mich schon sehr auf Staffel 4 von Queer Eye!
  • "With the Fire on High" von Elizabeth Acevedo
Gelesen: Rezension folgt.
  • "The last Life of Prince Alastor" von Alexandra Bracken

Was habt ihr euch zum Lesen diesen Sommer vorgenommen?


Kleine Notiz am Rande: Es tut mir übrigens sehr leid, dass ich dieses Jahr eigentlich gar nicht gebloggt habe. Ich habe im März und Juni mein Abitur geschrieben bzw. die mündlichen Prüfungen und auch erfolgreich bestanden und bin daher leider nicht zum Bloggen gekommen. Denn auch wenn ich zwischenzeitlich durchaus Zeit hatte, war ich mit meinen Gedanken ganz woanders. Allerdings bin ich auf Instagram mehr oder weniger regelmäßig aktiv, wer mir also da folgt wird dort öfter von mir lesen. Instagram nimmt für mich auch deutlich weniger Zeit und Gedanken in Anspruch als mein Blog, sodass es mir dort leichter fällt öfter und regelmäßig zu posten als hier. - Jedenfalls hoffe ich sehr, dass ich in der zweiten Hälfte dieses Jahres wieder mehr bloggen werde!

Mittwoch, 1. Mai 2019

Kurzrezensionen: Non Fiction

Trans. Frau. Sein. von Felicia Ewert 

In diesem Buch schreibt Felicia Ewert über unterschiedliche Aspekte von Cissexismus und (misogyner) Transfeindlichkeit. Manchmal fiel es mir etwas schwer der Argumentation bzw. den Erklärungen zu folgen, gerade wenn es um Gesetze und Rechtliches ging. Dennoch konnte dieses Buch auch viele Fragen klären, hat meinen eigenen Cissexismus aufgewiesen und wo ich noch dran arbeiten und mich verbessern muss im Umgang mit trans Menschen. Daher kann ich dieses Buch nur empfehlen!


(Don't) Call me crazy - Hrsg. Kelly Jensen

Dieses Buch enthält Essays über Mental Health, wie die Autor*innen persönlich mit ihren Erkrankungen umgehen, wie wir als Gesellschaft mit dem Thema umgehen und wie unterschiedlich sogar die gleichen Erkrankungen sein können. Es hat mir persönlich geholfen eigene Erfahrungen mit mir selbst aber auch mit Freund*innen besser zu verstehen sowie andere Erkrankungen genauer kennenzulernen. Vieles war sehr emotional und bedrückend, anderes wiederum interessant und aufschlussreich sowie Hoffnung schenkend. (Don’t) Call me crazy ist ebenfalls ein Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle!


Why I’m no longer talking to white people about race von Reni Eddo-Lodge

Besonders beeindruckt hat mich, dass sich die Autorin in einem Kapitel ausführlich mit schwarzer britischer Geschichte beschäftigt und dass nicht nur ausschließlich im Bezug auf Kolonialismus und Sklaverei, sondern auch auf die Zeit danach und schwarzer Emanzipation in Großbritannien im 20. Jahrhundert. Die Kapitel über white privilege und feminism waren für mich zumindest inhaltlich nichts neues, dennoch war es interessant wie in Großbritannien mit Rassismus umgegangen wird und wie ähnlich oder auch verschieden es im Vergleich zu Deutschland ist. Auch in Hinsicht auf Themen, die in meinem Englisch LK behandelt wurden, ist dieses Buch sehr interessant. Auch in diesem Fall kann ich empfehlen das Buch zu lesen.

Montag, 4. Februar 2019

Women's March 2019 - Frankfurt


Am 19.01. 2019 bin ich mit meiner besten Freundin zusammen beim Women's March in Frankfurt mitmarschiert, um uns offen für Frauenrechte und gegen Diskriminierung auszusprechen.

"What do we want?"
"Equality!"
"When do we want it?"
"Now"

"Raise your voice! My body, my choice!"

Ich bin eine sehr ruhige und introvertierte Person, deswegen brauchte ich ein wenig Zeit bis ich den Mut fand mit in den Sprechgesang einzustimmen und mit zu rufen. Aber es war ein so empowerndes Gefühl mit so vielen Frauen of Colour und weißen Frauen mit zu marschieren, zu rufen, die vielen Plakate und Schilder zu lesen und für eine bessere Welt für uns alle zu kämpfen.
Wir waren so viele, dass ich weder den Anfang noch das Ende des Marschzugs sehen konnte. Es waren alte und junge Menschen dabei, Kinder und Senior*innen. Auch die Speaker*innen waren alle sehr divers und haben über die verschiedensten Themen und Bereiche gesprochen, in denen Feminismus wichtig ist. Über den Rechtsruck in Europa bis hin zu der Wahl von Bolsonaro in Brasilien über alleinerziehende Mütter und Frauenverbände bis hin zu zwei trans Frauen und zwei schwarzen Frauen die über mehrfache Diskriminierung gesprochen haben. 

So empowernd, intersektional und cool der Marsch insgesamt war, ist mir dennoch etwas negativ aufgefallen. Auf sehr vielen Plakaten und auch Social Media Posts zu dem Marsch wurde von Frauen mit dem * gesprochen, also "Frauen*". So ohne Kontext und Fußnote kann man davon ausgehen, dass damit trans Frauen mitgemeint sind. Allerdings weiß ich von sehr vielen trans Menschen, dass das * nicht inklusiv sondern exklusiv wirkt. Denn Intention und Konnotation können sich sehr wohl unterscheiden. So gibt das * an, dass trans Frauen, Frauen mit Sonderzeichen seien, von der Norm abweichen würden und nicht einfach nur Frauen seien. Doch die Message von so vielen trans Frauen lautet immer wieder trans Frauen sind Frauen. Punkt. Daher ist das * Sternchen ohne Kontext und Fußnote etc transfeindlich, cis sexistisch und in diesem Fall misogyn. 
Auch lagen Emma Zeitschriften aus, die Emma ist jedoch ein weiß feministisches Schmierblatt, das Rassismus reproduziert. Lest lieber das Missy Magazine, das ist inklusiv feministisch!

Nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf die nächste feministische Demonstration! Denn es ist wichtig, dass wir uns untereinander solidarisieren und uns für Rechte von marginalisierten Menschen einsetzen und uns gegen Diskriminierung stark machen!

Montag, 31. Dezember 2018

Fairytale Award 2018

Es ist der letzte Tag im Jahr und somit Zeit für den jährlichen Jahresrückblick, also schauen wir mal, was es 2018 für euch so an Beiträgen zu lesen gab und welche Bücher ich gelesen habe und welche davon meine Highlights 2018 sind!

Das Blogjahr: Im Januar beklagte ich mich auf Twitter über wenige Kommentare und wenig Austausch auf meinem Blog und daraus entstand eine sehr rege Diskussion, welche ich in Form eines Blogposts Fehlender Austausch, Hindernisse und eventuelle Lösungen noch einmal zusammenfasste und der fleißig kommentiert wurde, was mich sehr freute. Auch hat es sich seitdem ein wenig gebessert. Unter anderem habe ich das #Litnetzwerk für mich entdeckt, dass zu mehr Austausch anregt und die Möglichkeit bietet neue Blogs zu entdecken. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Litnetzwerkwochenende! Nennenswerte Beiträge in denen ich spannende und diverse Bücher vorstelle sind Empfehlungen zum WeltfrauentagOwn Voices, denen ich mehr Gehör schenken möchte und Must Read Blogtour Tag 10. Bei den Own Voices zum Beispiel sind noch einige Bücher dabei, die ich noch nicht gelesen habe, weil ich irgendwie noch nicht dazu gekommen bin und freue mich daher schon diese hoffentlich in 2019 zu lesen!

Stat. 1
Im März feierte mein Blog seinen dritten Geburtstag, was bedeutet dass 2019 mein Blog schon vier Jahre (!!!) lang bestehen wird. In dem Beitrag zum 3. Bloggeburtstag blicke ich auf meine Entwicklung als Bloggerin zurück und mache mich über die ein oder andere schlechte Rezension von mir lustig. Diesen zu schreiben hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich mich stellenweise doch etwas geschämt habe. Ich hoffe, ihr könnt auch schmunzeln wenn ihr ihn lest!

Schrieb ich in meinem Jahresrückblick 2017 noch, dass ich auf meinem Blog nicht viel über mich selbst und Persönliches schreibe, hat sich das dieses Jahr ein wenig geändert. So habe ich über meine Narbe geschrieben und die chronische Krankheit Diabetes mellitus Typ 1 anlässlich des Diabetes Awareness Month. Beides Beiträge auf die ich sehr stolz bin und die ich euch gerne ans Herz legen möchte zu lesen und einen Kommentar da zu lassen, falls ihr das noch nicht gemacht habt.

Samstag, 29. Dezember 2018

Ich habe etwas zu sagen

Format: gebunden

Seiten: 144 Seiten

Preis: 24,95 EUR

Erscheinungsdatum: 02.10.2018

Verlag: Elisabeth Sandmann Verlag

ISBN: 978-3-945543-58-0

Inhalt: Immer mehr Frauen wagen den öffentlichen Protest und den Aufstand: Gemeinsam marschieren sie und protestieren gegen ungleiche Bezahlung und ungleiche Bildungschancen, eine übermächtige Waffenlobby, Rassismus oder sexuelle Gewalt. Sie ergreifen das Wort und ihre klaren Botschaften inspirieren (nicht nur) Mädchen und Frauen, Haltung zu beziehen und sich für ihre Rechte deutlicher denn je einzusetzen. In diesem Buch werden charismatische, unbequeme und couragierte Frauen vorgestellt, die mit ihren Reden und öffentlichen Aktionen die Welt verändert haben oder genau jetzt verändern. Viel zu lange haben Frauen nur gelesen und geschrieben und wirkten lange im Hintergrund oder ganz im Verborgenen. Väter, Brüder, der liebe Gott und eine patriarchale Politik bestimmten über ihr Wohl und Wehe, ihren Körper und Geist, ihren Freiraum und dessen Begrenzung. Schluss damit!

Mitreißend geschriebene Porträts über Angelina Jolie, Chimamanda Ngozi Adichie, Malala Yousafzai, Oprah Winfrey, Emma Gonzaléz, aber auch über die Pionierinnen Rosa Luxemburg, Waltraud Schoppe, Rosa Parks u.v.m..

Meine Meinung: Das Buch ist definitiv empowernd und bestärkt einen darin immer weiterzustreben! Egal ob man die Frauen, von denen in diesem Buch erzählt wird und die durch Zitate selbst das Wort ergreifen, nun kennt oder nicht, spielt keine allzu große Rolle. Man lernt sie, ihre Geschichten, ihre Kämpfe und Errungenschaften sehr gut kennen und findet in ihnen definitiv Vorbilder.

Freitag, 28. Dezember 2018

Nominierungen für den Fairytale Award 2018

Regeln lauten wie folgt: So können nun alle Bücher die mich auf irgendeine Art und Weise beeindruckt haben, nominiert werden. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob 4 oder 5 Sterne bei Lovelybooks oder ob rezensiert oder nicht.

Und von 42 gelesenen Büchern dieses Jahr, sind folgende nominiert:

  • Eliza and her Monsters von Francesca Zappia
  • This Savage Song von V. E. Schwab
  • Dear Martin von Nic Stone
  • We Should All be Feminists von Chimamanda Ngozi Adichie
  • Moxie von Jennifer Mathieu
  • Furthermore von Tahereh Mafi
  • If I was your Girl von Meredith Russo
  • Deutschland Schwarz-Weiß von Noah Sow
  • The Tattooist of Auschwitz von Heather Morris
  • A Very Large Expanse of Sea von Tahereh Mafi
  • Every Heart a Doorway von Seanan McGuire

Bücher die ich aktuell lese werden zur Leseliste 2019 gerechnet und erhalten nächstes Jahr ihre Chance auf den Award.

Mittwoch, 21. November 2018

November: Diabetes Awareness Month

Time to spill the sugar-free tea!

Wie im Titel meines Posts zu lesen ist, geht es heute um Diabetes anlässlich des Diabetes Awareness Month. Warum? Weil ich Diabetes Typ 1 habe und einiges an Unsinn schon zu hören bekommen habe und euch davon erzählen möchte. - Diabetes habe ich seit ich 8 bin, also seit knapp 10 Jahren und denke, dass ich mit dieser Erkrankung soweit ganz gut umgehen kann.

Bei Diabetes mellitus Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert, um den, durch die zu sich genommenen Kohlenhydrate entstandenen, Zucker im Blut abzubauen. Dabei erkennt das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen nicht als körpereigen an, sondern als "Feinde" und zerstört diese. Diabetiker können nichts für ihre Krankheit. Das ist einfach so. A*karte gezogen. So in etwa. Natürlich kann man die genetische Veranlagung für Diabetes Typ 1 geerbt haben, so wie ich von meinem Papa, aber das heißt nicht, dass diese Krankheit dann auch unbedingt ausbricht. DT1 ist im Übrigen weder ansteckend noch heilbar. Sie ist chronisch, also dauerhaft. Und um das fehlende Insulin trotzdem zu bekommen, injiziert man sich es entweder durch Spritzen, sogenannte Pens oder eine Insulinpumpe. Den Blutzucker kontrolliert man durch Messgeräte oder Sensoren. - In meinem Fall kann man sagen: mein Leben hängt an einer kleinen Maschine.  Für alles Zucker- bzw. kohlenhydrathaltige Lebensmittel muss ich mich spritzen bzw. bolen, da ich eine Insulinpumpe habe. Und zwar nicht zu viel und nicht zu wenig.

Bei zu viel Insulin sinkt mein Blutzuckerspiegel und ich habe ein Hypo. Das fühlt sich in etwa so an, als würde jegliche (Lebens)kraft aus mir herausgesaugt werden, ich werde sehr zittrig, schwindelig und brabble dummes Zeug. Kein schönes Gefühl.
Wenn mein BZ (Blutzucker) zu niedrig ist und ich nicht rechtzeitig was dagegen unternehme, also was esse, dann falle ich erst in ein Koma und sterbe dann, sollte man danach nichts unternehmen. Bei einem Hyper ist mein BZ zu hoch und ich muss den BZ durch Insulin senken, also korrigieren. Ich werde sehr durstig und meine Glieder beginnen zu schmerzen. Dies kann in wenigen Wochen zum Tod führen wie es vor 1922 noch der Fall war. Bei einem "schlecht eingestellten" Diabetes, bei dem über Jahre die BZ Werte dauerhaft erhöht sind, kann das schwere gesundheitliche Folgen haben.

So viel dazu.

Viele dumme Sprüche fallen mir erst im Nachhinein auf, wenn ich darüber nachdenke oder nachlese. Aber zwei sehr große Irrtümer sind erstens, dass Menschen glauben Typ 1 Diabetiker seien an ihrer Krankheit selbst schuld, weil sie zu viele Süßigkeiten gegessen hätten.
Dieser Irrtum beruht auf Diabetes Typ 2, bei dem Erkrankte aber auch nicht per se an ihrem Diabetes selbst schuld sind!
Bei Typ 2 liegt eine Insulinresistenz vor, die durch eine hohe Ablagerung durch Fett (die durch eine jahrelange ungesunde Ernährung bedingt sein kann (!), aber nicht muss (!)) verursacht sein kann! Und eng damit sind auch viele Vorurteile gegenüber Übergewichtigen verbunden. Und wie ich schon geschrieben habe, können Typ 1 Diabetiker für ihre Erkrankung nichts. Und durch Bewegung, Sport und eine gesunde Ernährung mag man den BZ vielleicht stabilisieren, aber heilen eben nicht. - Btw man geht ja auch nicht zu Krebskranken und erzählt ihnen sie seien an ihrem Krebs schuld, weil sie zu viel geraucht hätten?! Like what?? Das gäbe einen Shitstorm...
Bezüglich dazu ist mir auch ein Kommentar auf Social Media begegnet, den eine Mitschülerin von mir von ihrer Freundin geteilt hat und der in etwa wie folgt lautete: "Du bist so süß, ich glaube ich kriege noch Diabetes wegen dir!" 1. Über Krankheiten macht man sich nicht lustig. 2. Impliziert der Kommentar das Vorurteil auf den ich in diesem Abschnitt eingegangen bin.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018 - mein Messebericht

der Messeturm
Dieses Jahr ging es zusammen mit Julia von Lizoyfanes von Donnerstag bis Sonntag auf die Frankfurter Buchmesse. Und da sie noch ein Messe-Ersti war, besichtigten wir am Donnerstag erst einmal so viele Hallen wie möglich! Ihre Eindrücke könnt ihr gerne in ihrem Messebericht nachlesen, den ich euch hier verlinken werde sobald er erscheint.

Etwas verspätet gingen wir zu der Veranstaltung von Stefan Gemmel auf der LitCam Bühne, dort stellte er zusammen mit einem weiteren Autor sein Buch "Befreiungsschlag", erschienen im Arena Verlag 2017, vor, welches ich bereits letztes Jahr rezensiert habe (klick). Dabei erzählte er von den Jugendlichen, mit denen er im Rahmen seiner Recherche für sein Buch, zusammen arbeitete und was er mit ihnen für Erfahrungen gesammelt und von ihnen gelernt hat! Wie eigentlich immer lebt Stefan Gemmel seine Erzählungen und weiß mit viel Begeisterung seine Zuhörer für sich zu gewinnen, unter anderem auch durch Übungen, die er mit den Jugendlichen zusammen gemacht hatte, brachte er uns das Erzählte noch näher und ich bin mir sicher, dass Stefan einige neue Leser*innen für sich gewinne konnte!

Gespräch mit Stefan Gemmel
Anschließend sah und hörte ich mir das Gespräch mit Margarete Stokowski am Stand des Spiegelverlags an. Bis daher kannte ich nur ein paar ihrer Tweets und Seiten aus ihrem Buch "Untenrum frei". Aber mit ihren klugen und bedachten Worten konnte sie mich für sich gewinnen. Auch ihre Aussage, sie schreibe für Menschen die bereits schon auf ihrer Seite seien und denen sie gerne Argumente mit auf den Weg geben möchte in dem Kampf gegen das Patriarchat und die sie gerne in ihren feministischen Überzeugungen weiter bestärken möchte, denn das sei für sie auch ein großer Erfolg, empfand ich als sehr zutreffend, denn nicht selten hadere ich an der verbalen Formulierung meiner Gedanken. Und ich bin sehr dankbar, wenn es dann Menschen wie Margarete Stokowski gibt, die mich dabei unterstützen und bestärken können! Ihr Gespräch auf dem blauen Sofa vom 13.10. könnt ihr übrigens  hier nachschauen. Es ist ein bisschen anders, aber dennoch sehr sehenswert!!

Der Donnerstag endete für mich und Julia mit der Bookplanetarium Live-Show mit Markus Heitz, der sein neustes Werk "Doors" vorstellte. Obwohl "Doors" interessanter und vielversprechender zu sein scheint, als ich bis dahin dachte und daher auch durchaus positiv überrascht war, bleibe ich skeptisch. Denn auf Twitter zumindest kritisierten einige Markus Heitz' Darstellung von starken Frauen, allerdings finde ich diese nicht mehr, sodass es wohl bei diesen wagen Worten bleiben muss.

Sonntag, 30. September 2018

Herbstliebe: 5 Fragen von Katriona

1. Welche Bücher möchtest du diesen Herbst lesen?
Catwoman von Sarah J. Maas ist jetzt kein wirkliches "Herbstbuch", aber auch das steht neben City of Ghosts und Vengeful von V. E. Schwab und einem Reread diverser Tolkien-Bücher auf meiner Liste an Büchern, die ich dieses Jahr noch lesen möchte. Aber auch The Creeper Man von Dawn Kurtagich, das Katriona glaube ich sogar mal auf ihrem Blog rezensiert hat (klick), möchte ich dieses Mal um Halloween rum lesen!

2. Was magst du am Herbst am liebsten?
Das viele bunte Laub, Kastanien, Nebel der zwischen Wäldern und Tälern hängt, die Kälte, das Feuer im Kachelofen, heiße Schokolade mit Marshmallows, lange Herbstspaziergänge, meine Kuscheldecke... und ähm, Horrorfilme, weil Halloween und all dieser ganze Gruselkram passt einfach aufgrund der Atmosphäre suuuuper zum Herbst. Auch wenn ich eigentlich selten Horrorfilme schaue, dann doch eher eine neue Staffel Supernatural und die Frankfurter Buchmesse darf natürlich auch nicht fehlen!

3. Über welche herbstlichen Themen liest du am liebsten?
Ganz basically Geister- und Gruselgeschichten. Auch wenn ich für den Herbst eigentlich keine bestimmten Themen- oder Genrevorlieben habe.

4. Wo liest du im Herbst am liebsten?
Wie immer in meinem Bett! Da lese ich zu jeder Jahreszeit am liebsten. Aber wie Katriona im Herbst und im Winter dann mit Kuscheldecke, Wärmflasche und heißer Schokolade. xD

5. Welches Buch kannst du allen, die etwas Herbstliches lesen möchten, empfehlen?
The dreadful Tale of Prosper Redding von Alexandra Bracken und the Archived von Victoria Schwab passen sehr gut zu der herbstlich-gruseligen Atmosphäre!

Was für gruselige (Horror)Bücher könnt ihr mir denn empfehlen? Würde mich über ein paar Empfehlungen sehr freuen!

Hier der Tag von Katriona (Stürmische Seiten)

Dienstag, 18. September 2018

Vox

Vox
Christina Dalcher

Format: gebunden

Seiten: 400 Seiten

Preis: 20 Eur

Erscheinungsdatum: 15.08.2018

Verlag: S. Fischer Verlag

ISBN: 978-3-10-397407-2

Inhalt: In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!
Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.
Das ist der Anfang.
Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.
Aber das ist nicht das Ende.
Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.

Meine Meinung: (Vorsicht: Spoiler! Fazit ist spoilerfrei.) Christina Dalcher kreiert in ihrem Debütroman eine Welt in der durch Sexismus und Frauenfeindlichkeit Frauen jegliche Rechte und Freiheiten abgesprochen, auf ihre Fortpflanzungsorgane und häusliche Aufgaben reduziert werden und nur noch über den Ehemann oder Vater ein Mitglied der Gesellschaft sind und wahrgenommen werden. Und hinzu kommt, dass ihnen dabei auch die Möglichkeit genommen wird sich dagegen zu äußern, indem ihnen ein Limit von 100 Wörtern pro Tag gesetzt wird. Dies wird durch Stromschläge kontrolliert, die entweder bis zum Schweigen oder dem Tod und damit einhergehendem Schweigen gesteigert werden. - Aber nicht nur Frauen werden ihrer Rechte und Freiheiten beraubt, genauso beschnitten, wenn nicht sogar schlimmer, werden Homosexuelle und anders Denkende, die in Umerziehungslagern "wieder" heterosexuell werden sollen, da sie so nützlicher für diese so überaus gegenüber Marginalisierten feindlich gesinnte Gesellschaft sind.